Wetter

Juni-Hitze auf Rekordkurs: Nur 2003 war noch extremer

40,8 Grad in Kitzingen: Bayern erlebt einen Juni der Extreme – und der DWD zeigt, wie krass Sonne und Trockenheit wirklich waren.

29.06.2026, 15:08 Uhr

Der Juni 2025 zählt in Bayern nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes zu den heißesten seit Beginn der Messungen. Nur der Juni 2003 war noch wärmer. Zwar begann der Monat bereits mild, zwischenzeitlich fielen die Temperaturen aber noch einmal auf 15 Grad. Erst in der zweiten Monatshälfte setzte eine ungewöhnlich starke Hitzewelle ein. An 12 bis 15 Tagen wurden dabei Höchstwerte von mindestens 30 Grad erreicht.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 19,7 Grad lag der Monat fast fünf Grad über dem Mittel der vergangenen 30 Jahre. Auch bei der Sonnenscheindauer gab es ein deutliches Plus: In Bayern schien die Sonne rund 55 Stunden länger als im langjährigen Vergleich.

Kaum Gewitter, deutlich zu wenig Regen

Der Juni verlief zudem wesentlich trockener als üblich. Besonders in Teilen Unterfrankens blieb es sehr niederschlagsarm. Auch Gewitter traten bislang vergleichsweise selten auf. In den ersten 28 Tagen registrierte der Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids 5.768 Blitzeinschläge in Bayern – etwa nur halb so viele wie in den entsprechenden Zeiträumen der Vorjahre. In trockenen Sommern ist das nicht ungewöhnlich, da für Gewitter neben Hitze auch genügend Feuchtigkeit nötig ist.

Rekordhitze auch in Deutschland insgesamt

Nicht nur Bayern, sondern ganz Deutschland erlebte laut DWD eine außergewöhnlich intensive und lang anhaltende Hitzewelle. Der bundesweite Rekordwert wurde nach vorläufigen Messungen am Sonntag in Neißemünde-Coburg in Brandenburg mit 41,7 Grad erreicht. Auch Bayern meldete einen neuen Hitzerekord: In Kitzingen in Unterfranken wurden am Samstag 40,8 Grad gemessen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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