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Studie: Junge Erwachsene erschreckend einsam

Corona ist vorbei – doch die Einsamkeit bleibt. Besonders eine Altersgruppe in Deutschland trifft es noch immer hart.

22.06.2026, 13:00 Uhr

Studie: Viele junge Erwachsene in Deutschland fühlen sich weiterhin einsam

Auch einige Jahre nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie ist Einsamkeit unter jungen Erwachsenen in Deutschland weiterhin stark verbreitet. Nach Angaben des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) berichtet mehr als jede fünfte Person im Alter von 21 bis 30 Jahren von starker Einsamkeit. In der Gruppe der 31- bis 54-Jährigen liegt dieser Anteil demnach bei 14 Prozent.

Grundlage der Auswertung ist die familiendemografische Untersuchung „Freda“ aus dem Winter 2024/2025. Laut BiB hat sich das Gefühl von Einsamkeit seit der Pandemie kaum abgeschwächt. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sabine Diabaté erklärte, damit zeige sich, dass Einsamkeit bei jungen Erwachsenen nicht nur eine vorübergehende Folge der Corona-Zeit sei. Vor allem für die Generation Z entwickle sie sich offenbar zu einer dauerhaften psychosozialen Belastung.

Zur Generation Z zählen heute etwa die 15- bis gut 30-Jährigen, also Menschen der Geburtsjahrgänge von 1995 bis 2010.

BiB sieht weiter großen Handlungsbedarf

Nach Einschätzung von Fachleuten gibt es mehrere Gründe dafür, dass jüngere Erwachsene besonders betroffen sind. Das junge Erwachsenenalter gelte grundsätzlich als sensible Lebensphase. Viele Menschen befänden sich in dieser Zeit in Umbrüchen, auf der Suche nach Orientierung und in wichtigen Übergängen im Leben. Das könne das Risiko erhöhen, sich einsam zu fühlen, erläuterte BiB-Forscherin Pauline Kleinschlömer.

Die Wissenschaftlerinnen kommen insgesamt zu dem Schluss, dass die anhaltend hohen Werte zeigen: Einsamkeit bleibt ein gesellschaftliches und politisches Problem, das gezielte Aufmerksamkeit und langfristige Maßnahmen verlangt. Das Bundesinstitut schließt sich nach eigenen Angaben der „Allianz gegen Einsamkeit“ an, einer Initiative des Bundesbildungsministeriums. Ziel ist es, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und wissenschaftliche Grundlagen für politische Schritte bereitzustellen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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