Mehrere prominente Stimmen haben auf die Mitteilung von Rapper Haftbefehl reagiert, vorerst aus gesundheitlichen Gründen keine Festivalauftritte mehr wahrzunehmen. Unter seinem Instagram-Beitrag meldeten sich zahlreiche Künstler und Moderatoren mit aufmunternden Worten.
So bezeichnete Ikke Hüftgold die Entscheidung als den einzig richtigen Schritt und lobte die Offenheit des Rappers. Jan Delay wünschte ihm viel Kraft und Geduld. Auch Samra, Kai Pflaume und Massiv äußerten sich unterstützend. Pflaume schrieb unter anderem, Haftbefehl solle sich gut erholen, er werde noch gebraucht.
Haftbefehl spricht von körperlicher und emotionaler Belastung
Der 40-jährige Musiker, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, erklärte am Sonntag auf Instagram, dass er sich derzeit emotional wie auch körperlich nicht in der Lage sehe, auf der Bühne zu stehen. Es falle ihm schwer, dies öffentlich zu machen.
Weiter schrieb er, viele Fans wüssten bereits aus der Dokumentation über ihn, dass er seit längerer Zeit mit gesundheitlichen und persönlichen Problemen zu kämpfen habe. Die große öffentliche Aufmerksamkeit nach der Doku sowie der Trubel darum hätten ihn zusätzlich belastet. Deshalb brauche er nun Ruhe, um sich auf seine Genesung zu konzentrieren. Genauere Angaben zu seinem aktuellen Gesundheitszustand machte er nicht.
Hallenkonzerte bislang weiter geplant
Nach Angaben des Veranstalters Join Live Events sollen die geplanten Hallenshows im September und Oktober in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin nach jetzigem Stand stattfinden. Die Pause betreffe demnach zunächst nur die Festivalauftritte.
Bereits am vergangenen Wochenende war sein Konzert beim Heroes Festival in Geiselwind abgesagt worden; dort sprang Ski Aggu als Ersatz ein. Schon Anfang Juni hatte es Probleme bei einem Auftritt beim World Club Dome in Frankfurt gegeben, der zunächst verschoben und später komplett gestrichen wurde.
Doku zeigte auch seinen Kampf mit Suchtproblemen
In der im vergangenen Jahr veröffentlichten Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ wurde der Offenbacher auch im Zusammenhang mit seiner Drogensucht und seinem Kokainkonsum gezeigt. Thematisiert wurden darin ebenso die Folgen seines Konsums: Nach einer Überdosis musste er demnach wiederbelebt werden. Ob seine aktuellen gesundheitlichen Beschwerden damit in Verbindung stehen, ließ der Instagram-Beitrag offen.
Haftbefehl schrieb außerdem, er kämpfe jeden Tag darum, wieder auf die Beine zu kommen, und hoffe auf Verständnis für seine Lage. Für Unterstützung, Geduld und Respekt bedankte er sich ausdrücklich und unterzeichnete mit „Euer Aykut“.
Am Montag stellte er in einer weiteren Instagram-Story klar, dass er niemand anderem die Verantwortung für seine momentane Situation zuschreibe – weder der Doku noch anderen Personen. Die Verantwortung liege allein bei ihm. Jetzt wolle er sich die Zeit nehmen, die nötig sei, um wieder zu Kräften zu kommen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion