Urban Priol träumte einst von der Fußball-Bundesliga
Der Kabarettist Urban Priol konnte sich früher durchaus vorstellen, als Linksverteidiger in der ersten Fußball-Bundesliga zu spielen. Anlässlich seines 65. Geburtstags am 14. Mai sagte er der Deutschen Presse-Agentur, das sei lange sein Wunsch gewesen. In der Schulmannschaft habe er auf dieser Position regelmäßig gespielt, für mehr als diese Einsätze habe es jedoch nicht gereicht.
Von Aschaffenburg auf die Bühne
Nach seiner Schulzeit in Aschaffenburg begann Priol zunächst ein Lehramtsstudium in den Fächern Englisch, Geschichte und Russisch. Doch nebenbei zog es ihn immer stärker zur Bühne und zum Kabarett. Obwohl er keine klassische Berufsausbildung abgeschlossen und auch sein Studium am Ende nicht ganz beendet habe, sei es ihm gelungen, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Um finanziell über die Runden zu kommen, habe er verschiedene Jobs übernommen. So sei er viel Taxi gefahren und habe auch in der Gastronomie gearbeitet. Wenn Geld knapp gewesen sei, habe er sich immer irgendeine zusätzliche Verdienstmöglichkeit gesucht.
Kleine Auftritte, großer Weg
Mit der Zeit stand Priol auf immer mehr Bühnen in Bayern. Nicht jeder Auftritt war dabei gut besucht. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm eine Vorstellung im oberbayerischen Tittmoning, bei der lediglich zwei Menschen im Publikum saßen. Trotzdem seien er und seine Mitstreiter damals von Dorf zu Dorf und von Stadt zu Stadt gezogen, bis sie sich nach und nach bessere Auftrittsorte erspielt hätten.

Bekannt durch "Neues aus der Anstalt"
Heute kennen viele Zuschauer Urban Priol vor allem durch die ZDF-Sendung Neues aus der Anstalt, die er von 2007 bis 2013 moderierte. Zudem blickt er in seinem satirischen Jahresrückblick Tilt! regelmäßig auf die politischen Ereignisse des Jahres zurück. Darüber hinaus ist er mit seinem Bühnenprogramm weiter in Deutschland unterwegs.
Abschalten im Wald
Wenn ihm die vielen schlechten Nachrichten zu viel werden, sucht Priol Ausgleich in der Natur. Dann gehe er direkt in den Wald und laufe los, sagte er. Joggen sei allerdings nichts für ihn. Stattdessen laufe er einfach drauflos, ganz ohne sportlichen Ehrgeiz — "wie Forrest Gump", wie er es beschreibt. Fünf Kilometer schaffe er dabei ohne Weiteres.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion