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New Yorks Kunst-Schock: Met und Neue Galerie fusionieren

Museums-Hammer in New York: Die Neue Galerie wird ab 2028 zum Met-Ableger – was hinter der spektakulären Fusion steckt

14.05.2026, 16:30 Uhr

Das Metropolitan Museum in New York und die für deutsche und österreichische Kunst bekannte Neue Galerie schließen sich zusammen. Ab 2028 soll die Neue Galerie als Außenstelle des schräg gegenüberliegenden Met betrieben werden, sagte Museumsdirektor Max Hollein der Deutschen Presse-Agentur.

Offiziell soll das Haus künftig „The Met Ronald S. Lauder Neue Galerie“ heißen. Die Neue Galerie war 2001 vom Kosmetikunternehmer und Kunstsammler Ronald Lauder gegründet worden.

Hollein betonte, für die Kunstwelt bedeute der Zusammenschluss, dass eine in New York besonders geschätzte Institution nicht nur erhalten bleibe, sondern in ihrem ursprünglichen Geist weitergeführt werde. Der 56-jährige Österreicher steht seit 2018 an der Spitze des Metropolitan Museum.

Bedeutende Werke für das Met

Mit der Fusion erhält das Metropolitan Museum laut Hollein eine Sammlung von „Ikonen der Kunstgeschichte“. Dazu zählen Werke von Egon Schiele, Gabriele Münter, Oskar Kokoschka, Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Franz Marc und Paul Klee. Damit werde eine bisherige Lücke in der Sammlung des Met in eindrucksvoller Weise geschlossen.

Das 1870 gegründete Metropolitan Museum am Central Park besitzt Kunst aus aller Welt von der Antike bis in die Moderne und zählt mit rund sechs Millionen Besuchern jährlich zu den renommiertesten Museen weltweit. Mit den Cloisters im Norden Manhattans verfügt es bereits über eine Außenstelle für mittelalterliche Kunst. Eine weitere Dependance für moderne und zeitgenössische Kunst, das Met Breuer, war 2020 nach nur wenigen Jahren wieder aufgegeben worden.

„Goldene Adele“ bleibt ein Publikumsmagnet

Als bekanntestes Werk der Neuen Galerie gilt Gustav Klimts „Adele Bloch-Bauer I“, auch als „Goldene Adele“ bekannt. Ronald Lauder hatte das Gemälde 2006 für damals rekordverdächtige 135 Millionen Dollar gekauft. Das Bild entwickelte sich zu einem großen Publikumsmagneten; zeitweise standen hunderte Besucher Schlange und zahlten bis zu 50 Dollar, um es aus der Nähe zu sehen.

Lauder erklärte, der Zusammenschluss mit dem Metropolitan Museum werde das Vermächtnis seiner Neuen Galerie „für die Ewigkeit erhalten und stärken“. Der 82-Jährige ist unter anderem auch Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Neben dem Gebäude an der Fifth Avenue und der bestehenden Sammlung wollen Lauder und seine Tochter Aerin Lauder dem Metropolitan Museum zusätzlich 13 Werke aus ihrer Privatsammlung schenken, darunter Arbeiten von Klimt, Kirchner und Beckmann. Für den laufenden Betrieb der künftigen „Met Ronald S. Lauder Neue Galerie“ soll außerdem ein Vermögensstock eingerichtet werden, der nach Angaben Holleins bereits zu einem großen Teil finanziert ist.

Hollein sagte zudem, als Wiener habe er eine besondere Nähe zu dieser Kunst. Zugleich sehe er schon jetzt großes Potenzial für neue Ausstellungen, die aus der Verbindung der Sammlungen des Met und der Neuen Galerie entstehen könnten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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