König Oyo von Tooro mit 34 Jahren gestorben
Der Monarch des traditionellen Tooro-Königreichs in Uganda, Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV, ist im Alter von 34 Jahren gestorben. Das gab der Premierminister des Landes bekannt. Oyo war bereits als Dreijähriger auf den Thron gekommen und wurde im vergangenen Jahr vom Guinness-Buch der Rekorde als jüngster König der Welt geführt.
Die traditionellen Königreiche in Uganda waren in den 1960er Jahren unter dem damaligen Präsidenten Milton Obote abgeschafft worden. Später stellte Präsident Yoweri Museveni diese Monarchien wieder her.
Vor allem repräsentative Aufgaben
Den amtierenden Königen ist es per Gesetz untersagt, sich politisch zu engagieren. Ihre Aufgaben beschränken sich vor allem auf repräsentative Funktionen, etwa bei der Ernennung von Clan-Chefs sowie bei öffentlichen Kampagnen zu Themen wie Umweltschutz und Gesundheit.
Ugandische Medien – darunter Fernsehsender, Zeitungen und soziale Netzwerke – berichten umfangreich über den Tod des beliebten jungen Herrschers. Oyo galt als leidenschaftlicher Sportanhänger und engagierter Umweltfreund.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber