Bayern

Dürre ruiniert Bauern die Getreideernte

Monatelange Dürre trifft Bayerns Getreidebauern hart – warum die Ernte jetzt zu den schlechtesten seit Jahren zählt.

28.08.2026, 16:00 Uhr

Schlechte Getreideernte in Bayern nach Trockenheit und Hitze

Bayerns Landwirte müssen in diesem Jahr nach monatelanger Trockenheit und zeitweiligen Hitzewellen deutliche Einbußen bei der Getreideernte hinnehmen. Nach Schätzung des Landesamts für Statistik beläuft sich die Erntemenge nur auf rund 5,6 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Minus von knapp 13 Prozent gegenüber 2025.

Damit dürfte die diesjährige Saison für die Getreidebauern zu den drei schwächsten der vergangenen 30 Jahre zählen. Noch geringer fiel die Ernte laut Landesamt nur 2024 sowie im Hitzesommer 2003 aus.

Besonders stark ist der Rückgang beim Winterweizen, der mit einer Anbaufläche von mehr als 473.000 Hektar die wichtigste Getreideart im Freistaat ist. Hier erwartet das Landesamt gegenüber dem Sommer 2025 einen Einbruch der Erntemenge um 22,9 Prozent auf nur noch 2,9 Millionen Tonnen.

Auch die kleinere Anbaufläche trägt zum Rückgang bei. Nach vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungserhebung wurde in diesem Jahr auf 878.672 Hektar Getreide angebaut. Das sind gut vier Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Nicht berücksichtigt sind in dieser Statistik Körnermais und der sogenannte Corn Cob Mix, also ein Futtermittel aus gemahlenen Maiskörnern und Maisspindeln. Futtermais wird in der Regel erst im Herbst geerntet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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