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Mross weint plötzlich bei «Immer wieder sonntags»

Stefan Mross kämpft im Finale mit den Tränen – ausgerechnet dieses Abschiedslied rührte ihn zutiefst.

06.09.2026, 12:03 Uhr

Emotionaler Abschied bei „Immer wieder sonntags“: Stefan Mross nimmt nach 31 Jahren Abschied

Mit Tränen in den Augen und einem letzten „Servus und auf Wiedersehen“ ist die Schlagershow „Immer wieder sonntags“ nach 31 Jahren ein letztes Mal im Ersten über den Bildschirm gegangen. Zum Finale im Europa-Park in Rust verabschiedete sich Stefan Mross sichtlich bewegt von seinem Publikum.

Schon während der Sendung rang der Moderator mehrfach mit den Emotionen. Besonders ein musikalischer Gruß des Schlagerduos Sigrid und Marina sowie ein Einspieler mit Szenen aus früheren Jahren ließen ihn kaum unberührt. Am Ende sagte Mross unter Tränen: Er sei eigentlich stark gewesen, habe es zum Schluss aber nicht mehr geschafft. Für seine letzten Worte habe ihm schließlich die Stimme gefehlt.

„Eigentlich wollte ich die letzten 30 Sekunden noch etwas sagen – aber mir fällt nichts mehr ein. Das war ,Immer wieder sonntags‘, 31 Jahre, alles Gute“, sagte der 50-Jährige zum Abschied.

Viele bekannte Gäste zum Finale

In Tracht mit Lederhose, Hemd und Krawatte begrüßte Mross zahlreiche Weggefährten und Schlagerstars. Mit dabei war unter anderem Andy Borg, der als häufigster musikalischer Gast in der Geschichte der Sendung gilt. Auch Vanessa Mai gehörte zu den Gästen – sie hatte 2013 bei „Immer wieder sonntags“ ihren allerersten Fernsehauftritt.

Außerdem standen Semino Rossi und die aus den USA stammende Schlagersängerin Peggy March auf der Bühne. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte auch ein kleines Comeback von Marianne und Michael Hartl: Das frühere „Traumpaar der Volksmusik“ war 2024 eigentlich aus dem Showgeschäft ausgeschieden und trat für die letzte Ausgabe noch einmal gemeinsam auf.

Kurze Live-Schalte zu Andrea Kiewel

Für einen kurzen Moment wurde außerdem live zu Andrea Kiewel vor dem Start des ZDF-Fernsehgartens geschaltet. Dabei erklärte Mross augenzwinkernd, er übergebe ihr an diesem Sonntagvormittag symbolisch das Zepter. Sie sei nun die Einzige, die sonntags zu dieser Zeit noch für Unterhaltung sorge.

Mross will mit dem Format weitermachen

Auch wenn die Show im Ersten endet, sieht Mross das Kapitel offenbar noch nicht vollständig als abgeschlossen an. Nach eigenen Angaben möchte er mit dem Format weitermachen, ließ aber offen, in welcher Form das geschehen könnte. Dem Moderator zufolge habe es bereits Gespräche mit anderen Fernsehsendern gegeben.

Auffällig war zudem, dass Mross in der finalen Ausgabe mehrfach von der letzten Folge „in diesem Jahr“ sprach. Die Entscheidung zur Absetzung kann er nach wie vor nicht nachvollziehen.

Erfolgreiches Format mit langer Geschichte

Die Sendung lief erstmals am 11. Juni 1995 im Ersten. Zunächst wurde sie bis 2003 von Max Schautzer moderiert, 2004 übernahm Sebastian Deyle für eine Staffel. Stefan Mross führte ab 2005 durch die Show und prägte das Format seitdem entscheidend – mit seiner Trompete, seiner Nähe zum Publikum und einem Konzept, das Schlagerstars, Volksmusik und Newcomer zusammenbrachte.

Produziert wurde die Open-Air-Sendung von Beginn an im Europa-Park in Rust, zuletzt auf dem Gelände neben der Wasserwelt Rulantica. Mross galt dabei stets als besonders publikumsnah: Immer wieder holte er Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Bühne, ließ Kinder auftreten oder stellte sich ungewöhnlichen Aktionen.

Auch zuletzt blieb „Immer wieder sonntags“ beim Publikum beliebt: Im vergangenen Jahr verfolgten durchschnittlich 1,26 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Sendung, der Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.

ARD begründet Aus mit Sparmaßnahmen

Die ARD hatte bereits im März angekündigt, die Show nach dieser Saison einzustellen. Als Gründe nannten ARD und SWR Sparmaßnahmen sowie einen stärkeren Fokus auf digitale Angebote. Der SWR verwies zudem darauf, dass die Sendung trotz stabiler Quoten heute rund 30 Prozent weniger Menschen erreiche als noch vor zehn Jahren – vor allem, weil insgesamt weniger lineares Fernsehen geschaut werde.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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