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Mette-Marit und Haakon: Das Geheimnis ihrer 25 Jahre

Silberhochzeit geplatzt! Doch in Mette-Marits schwerster Krise zeigt sich: Diese Royal-Liebe ist stärker als je zuvor.

24.08.2026, 05:30 Uhr

Silberhochzeit im Schatten schwerer Monate

Für Norwegens Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit dürfte sich nach einer äußerst belastenden Zeit vorsichtige Zuversicht einstellen. Nachdem Mette-Marit in diesem Sommer eine neue Lunge erhalten hat, scheint die akute Krise überstanden. Eine große öffentliche Feier zu ihrem 25. Hochzeitstag am 25. August ist dennoch nicht geplant. Wahrscheinlich wird das Paar den Anlass im privaten Rahmen begehen. Die vergangenen Monate haben vor allem eines deutlich gemacht: Haakon und Mette-Marit stehen fest zueinander.

Belastung durch Krankheit und Enthüllungen

Zu Jahresbeginn geriet die Kronprinzessin wegen ihrer früheren Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erneut in den Fokus. Veröffentlichten E-Mails zufolge standen beide über Jahre in Verbindung, offenbar enger als lange bekannt war. Darin soll es unter anderem um Epsteins Verhalten gegenüber Frauen in Paris und um royale Hochzeiten gegangen sein. Für das norwegische Königshaus war das äußerst unangenehm – und für Mette-Marit eine zusätzliche Last in einer Phase, in der sich ihr Gesundheitszustand bereits spürbar verschlechtert hatte.

Die Kronprinzessin leidet seit Jahren an Lungenfibrose, einer unheilbaren Erkrankung, bei der das Lungengewebe vernarbt. Die Folgen sind starke Atemnot und Husten. Im März sprach sie in einem Fernsehinterview offen über ihre Reue im Zusammenhang mit der Epstein-Bekanntschaft. An ihrer Seite saß dabei, wie so oft in schwierigen Momenten, Haakon.

Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon
Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit halten seit 25 Jahren fest zusammen. (Archivbild) Quelle: Jens Kalaene/dpa

Haakon stellt sich demonstrativ hinter seine Frau

Auch wenn manche Norweger Mette-Marits Rolle als künftige Königin kritisch betrachten, hat Haakon keinen Zweifel an seiner Haltung gelassen. Mehrfach betonte er in den vergangenen Monaten, dass er seine Frau nicht alleine lasse. In einem Interview mit dem Sender NRK sagte er sinngemäß, dass ihre Beziehung über mehr als 25 Jahre gewachsen sei und Ehe gerade in guten wie in schweren Zeiten Zusammenhalt bedeute.

Eine Liebe, die von Beginn an Gegenwind kannte

Widerstände begleiten das Paar nicht erst seit heute. Kennengelernt hatten sich Haakon und Mette-Marit 1999 bei einem Musikfestival. Damals wurde die bürgerliche Mette-Marit Tjessem Høiby in der Öffentlichkeit oft als ehemalige Partygängerin mit Drogenvergangenheit dargestellt. Dennoch gewann sie im Lauf der Zeit viele Menschen für sich, weil sie sich klar von ihrem früheren Leben distanzierte und sich als herzliche, bodenständige Mutter präsentierte.

Als sie Haakon heiratete, brachte sie ihren Sohn Marius mit in die Familie.

Emotionale Hochzeit im Osloer Dom

Am 25. August 2001 heirateten Haakon und seine "Mette" im Osloer Dom. Die Trauung war von starken Emotionen geprägt, Mette-Marit kämpfte sichtbar mit den Tränen. In seiner Rede beschrieb Haakon, wie sehr ihn ihre Nähe zugleich verletzlich und stark mache und wie tief seine Liebe zu ihr sei.

Danach folgten zunächst vergleichsweise ruhige Jahre. Das Paar bekam zwei gemeinsame Kinder: Ingrid Alexandra und Sverre Magnus. Beide wuchsen zusammen mit ihrem Halbbruder Marius auf dem Gut Skaugum auf, dem Wohnsitz der Familie.

Neue Krise durch Marius

Haakon soll Marius wie einen eigenen Sohn behandelt haben. Später geriet dieser jedoch immer wieder in Schwierigkeiten. Berichte über Drogenkonsum, exzessives Feiern und Gewalt sorgten für Schlagzeilen. Im Juni wurde er nach norwegischem Recht unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen zu vier Jahren Haft verurteilt; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Für das Kronprinzenpaar war das neben Mette-Marits Krankheit und der Epstein-Affäre eine weitere schwere Prüfung.

Trotzdem halten beide weiter zu Marius. Ungewiss bleibt eher, in welchem Umfang Mette-Marit künftig wieder öffentliche Aufgaben übernehmen kann.

Die Transplantation brachte neue Hoffnung

Im Juni teilte der Hof mit, dass die Kronprinzessin eine Spenderlunge erhalten habe. Schon zuvor hatte Haakon mehrfach Termine abgesagt, um bei seiner schwer kranken Frau zu sein. Kurz vor der Operation war sogar von einem lebensbedrohlichen Zustand die Rede. Nach ärztlicher Einschätzung hätte Mette-Marit ohne den Eingriff wohl nur noch etwa ein Jahr zu leben gehabt.

Mit der Transplantation ist nun neue Hoffnung verbunden. Nach den dramatischen Monaten braucht die Kronprinzessin vor allem Erholung und Ruhe.

Ein Jahrestag ohne großes Zeremoniell

Wie Haakon und Mette-Marit ihren 25. Hochzeitstag genau verbringen werden, ist nicht bekannt. Der offizielle Kalender verrät nur wenig. Demnach soll Haakon an diesem Tag vom Balkon des Schlosses aus eine Vorführung der Königlichen Garde auf dem Schlossplatz verfolgen. Allzu romantisch klingt das nicht – doch für den Rest des Tages dürfte sich das Paar vermutlich bewusst Zeit nur für sich nehmen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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