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Matthias Killing: Warum alle ihn hören

Plötzlich Prime Time: Matthias Killing verrät, wie er Frühstücksfernsehen, Sport und jetzt auch „The Voice“ schafft.

08.09.2026, 10:00 Uhr

Matthias Killing übernimmt bei „The Voice of Germany“

Wer morgens Sat.1 einschaltet, kennt ihn seit Jahren: Matthias Killing gehört seit 2009 zum Moderationsteam des „Frühstücksfernsehens“. Zudem ist der 46-Jährige eines der bekanntesten Sportgesichter der ProSiebenSat.1-Gruppe. Nun wartet auf ihn eine neue Aufgabe: Ab kommendem Freitag um 20.15 Uhr steht er für „The Voice of Germany“ vor der Kamera.

Killing beschreibt den neuen Job als einen besonderen Meilenstein seiner Laufbahn. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er, es sei für ihn eine große Ehre gewesen, im bekannten „Voice“-Studio zu stehen. Dabei habe ihn auch ein Moment der Ehrfurcht erfasst, weil er die Kulisse bisher nur aus dem Fernsehen kannte.

Nachfolger von Thore Schölermann

Als bekennender Fan der Show präsentiert Killing gemeinsam mit Melissa Khalaj die 16. Staffel des Formats. Er tritt damit die Nachfolge von Thore Schölermann an, der „The Voice“ nach 14 Jahren verlässt. In den roten Coachsesseln sitzen erneut Shirin David, Rea Garvey, Nico Santos sowie Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier.

Vom Schülerjournalisten zum TV-Profi

Geboren wurde Matthias Killing in Hagen. Schon während der Schulzeit sammelte er erste journalistische Erfahrungen bei einem lokalen Anzeigenblatt. Nach dem Abitur war er zunächst als Animateur und Moderator auf dem Clubschiff „AIDA“ tätig.

Später folgten ein Studium im Bereich Film- und Fernsehwirtschaft, Stationen beim Lokalfernsehen und schließlich 2009 der Wechsel zum Sat.1-„Frühstücksfernsehen“. Parallel dazu etablierte sich der bekennende Schalke-Fan auch im Sportjournalismus. Er arbeitete als Moderator und Field-Reporter bei Übertragungen aus Fußball, Basketball, Eishockey, Motorsport und Tennis.

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Matthias Killing ist eines der bekanntesten TV-Gesicher – vor allem für Frühaufsteher. Quelle: Gerald Matzka/dpa

Auch bei großen Veranstaltungen ist Killing regelmäßig im Einsatz: Bei Olympischen Spielen moderiert er im Deutschen Haus die Abendveranstaltungen für den Deutschen Olympischen Sportbund. Beim Tennis-Turnier am Hamburger Rothenbaum ist er seit zwei Jahrzehnten als Stadionsprecher dabei.

Vielseitig zwischen Morgen-TV, Sport und Primetime

Seine Karriere bewegt sich zwischen sehr unterschiedlichen Formaten: tägliches Morgenfernsehen mit Service, Unterhaltung und Nachrichten, Live-Sport und jetzt eine große Primetime-Musikshow, die zumindest in Halbfinale und Finale live ausgestrahlt wird.

Ein früherer Chef habe ihn einmal als „Live-Sau“ bezeichnet, erzählt Killing – ein Begriff, den er durchaus als Kompliment versteht. Er traue sich zu, auch in schwierigen Situationen spontan zu funktionieren. Gleichzeitig betont er, jede Sendung mit demselben Ernst vorzubereiten – unabhängig davon, auf welchem Sender sie läuft und wie groß das Publikum ist.

Privat eher zurückhaltend

Obwohl Killing zu den bekanntesten TV-Gesichtern Deutschlands zählt, hält er sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Auftritte mit seiner Frau Svenja sind selten, und auch seinen zehnjährigen Sohn schützt er konsequent vor medialer Aufmerksamkeit. Immerhin durfte der Nachwuchs bei „The Voice“ einmal hinter den Kulissen erleben, wie sein Vater arbeitet.

Wenn Killing das „Frühstücksfernsehen“ moderiert, beginnt sein Tag besonders früh: Dann steht er bereits ab 5.30 Uhr vor der Kamera und geht sogar vor seinem Sohn schlafen.

Frühes Aufstehen belastet ihn nicht

Trotz des ungewöhnlichen Rhythmus hat der Moderator nach eigener Aussage auch nach fast 20 Jahren kein Problem mit den frühen Arbeitszeiten. Für ihn ist entscheidend, dass er Freude an seinem Beruf hat. Wer gern zur Arbeit gehe, so Killing, nehme viel weniger Stress mit – und das sei eine wichtige Grundlage für ein gutes Leben.

Er betont, dass ihm seine Arbeit bis heute Spaß macht. Selbst in privaten schwierigen Phasen habe es kaum Momente gegeben, in denen er ungern ins Studio gegangen sei. Genau das empfinde er als großes Geschenk.

Auch intern sehr geschätzt

Seine lockere, humorvolle und menschliche Art kommt nicht nur beim Publikum gut an, sondern auch bei Kolleginnen und Kollegen. Thore Schölermann verabschiedete seinen Nachfolger auf Instagram mit warmen Worten und nannte ihn einen „Herzensmenschen“. Aus seiner Sicht hätte es keinen besseren Nachfolger geben können.

Was Killing an „The Voice“ reizt

Mit seiner einfühlsamen Art möchte Killing nun auch die Talente bei „The Voice of Germany“ begleiten. Im „Frühstücksfernsehen“ habe er zwar nach eigener Aussage eher ein „Gesangsverbot“, doch gerade die persönlichen Geschichten der Kandidatinnen und Kandidaten reizen ihn. Er kündigt emotionale Momente an – von erfüllten Hoffnungen bis hin zu platzenden Träumen.

Wann die Show läuft

„The Voice of Germany“ ist erneut im Wechsel bei ProSieben und Sat.1 zu sehen, diesmal jeweils freitags und samstags zur Primetime. Beim Streamingdienst Joyn stehen die Folgen schon eine Woche früher bereit.

Killing sieht darin auch eine Reaktion auf veränderte Sehgewohnheiten. Dennoch ist für ihn klar: Klassisches Fernsehen habe weiterhin eine besondere Stärke. Es sei nach wie vor das Medium, das Menschen gemeinsam erreiche und echte Lagerfeuer-Momente schaffe – besonders bei großen Shows wie „The Voice“, beim Morgenfernsehen und bei Live-Sport.

Damit wirkt Matthias Killing wie eine naheliegende Wahl für genau solche TV-Ereignisse.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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