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Droht jetzt das Aus für «Immer wieder sonntags»?

Schlager-Schock im Ersten: Nach über 30 Jahren startet «Immer wieder sonntags» ein letztes Mal – mit vielen Promi-Gästen.

31.05.2026, 04:00 Uhr

Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer gehörte „Immer wieder sonntags“ über Jahrzehnte fest zum Sommerprogramm. Nun startet nach mehr als 30 Jahren die letzte Staffel der Schlagershow im Ersten. An diesem Sonntag um 10.00 Uhr beginnt die finale Runde mit 13 live ausgestrahlten Folgen, die der Südwestrundfunk (SWR) über den Sommer hinweg zeigt.

In der Abschiedsstaffel sollen laut SWR mehr als 130 Künstlerinnen und Künstler auftreten. In der Auftaktsendung stehen unter anderem Beatrice Egli, Alexandra Hofmann, Andy Borg und Ramon Roselly auf der Bühne. Auch die Sommerhitparade kehrt zurück: Insgesamt 13 Kandidatinnen und Kandidaten sind dabei, pro Ausgabe treten jeweils zwei gegeneinander an. Wer weiterkommt, entscheidet das Fernsehpublikum per Televoting.

Zu den bekannten Namen der gesamten Staffel gehören außerdem Vanessa Mai, Nino de Angelo, Olaf der Flipper, Ross Antony und Hansi Hinterseer. Am 6. September ist die große Finalshow geplant, eine Woche später folgt am 13. September noch eine Best-of-Ausgabe. Danach endet das Format endgültig.

Seit Mitte der 1990er Jahre auf Sendung

Die Sendung lief erstmals am 11. Juni 1995 im Ersten. Zunächst moderierte Max Schautzer das Format bis 2003. Im Jahr 2004 übernahm Sebastian Deyle, blieb aber nur für eine Staffel. Seit 2005 prägte dann Stefan Mross die Show entscheidend. Mit ihm als Gastgeber und einem überarbeiteten Konzept legten auch die Einschaltquoten deutlich zu.

Produziert wurde die Open-Air-Sendung von Beginn an im Europa-Park in Rust, zuletzt in der Nähe der Wasserwelt Rulantica. Mross verlieh der Show mit seiner Trompete und seiner Begeisterung für Schlager und Volksmusik ein unverwechselbares Profil. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war die Nähe zum Publikum: Gäste wurden auf die Bühne geholt, Kinder durften singen, und immer wieder gab es Spiele, Wettbewerbe und ungewöhnliche Aktionen mit dem Moderator selbst. So bot die Sendung nicht nur etablierten Stars, sondern auch Volksmusik-Gruppen und Newcomern eine Plattform.

TV Ausblick ARD - «Immer wieder sonntags»
Die Show zog regelmäßig ein Millionenpublikum an. (Archivbild) Quelle: Silas Stein/dpa

Auch zuletzt blieb das Interesse groß. Im vergangenen Jahr sahen die zwölf Live-Ausgaben im Schnitt 1,26 Millionen Menschen. Der durchschnittliche Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.

Stefan Mross traf das Aus besonders hart

Für Stefan Mross, der aus Rosenheim stammt, Trompeter gelernt hat und seit seiner Kindheit in der Volksmusik verwurzelt ist, bedeutet das Ende der Sendung weit mehr als nur das Aus eines Jobs. In einem Interview mit der „Bild“ sagte er, die Show sei sein Leben gewesen. Entsprechend schwer habe ihn die Entscheidung getroffen. Er räumte offen ein, dass dabei auch Tränen geflossen seien.

Die ARD hatte bereits im März bekanntgegeben, dass „Immer wieder sonntags“ nach dieser Saison eingestellt wird. Als Grund wurden Sparmaßnahmen genannt. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler sprach damals von einer schmerzhaften Entscheidung, die trotz des Erfolgs der Sendung notwendig geworden sei. Wegen der wirtschaftlichen Lage des Senders habe man jedoch keine andere Möglichkeit.

Nach Angaben des SWR soll das eingesparte Geld teils zur Kostensenkung dienen, teils aber auch in neue digitale Unterhaltungsformate fließen. Außerdem wollen ARD und SWR künftig stärker ein jüngeres Publikum ansprechen.

Nach dem TV-Abschied geht Mross auf Tour

Mit der ersten Folge der letzten Staffel beginnt nun der Abschied von einer Sendung, die über viele Jahre ein Millionenpublikum erreichte und für die Schlagerfans aus dem gesamten deutschsprachigen Raum regelmäßig in den Europa-Park reisten. Für Stefan Mross ist danach aber noch nicht Schluss: Nach eigenen Angaben will er im kommenden Jahr mit einer eigens geplanten Tournee unter dem Titel „Immer wieder Stefan“ auf Reisen gehen. 60 Termine seien bereits vorgesehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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