Anna-Carina Woitschack ist «Dancing Star 2026»
Anna-Carina Woitschack hat das Finale der RTL-Show «Let’s Dance» gewonnen. Die 33-jährige Schlagersängerin setzte sich gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Evgeny Vinokurov durch und sicherte sich den Titel «Dancing Star 2026» sowie den traditionellen Pokal in Form einer Discokugel.
Im Finale zeigte das Paar eine makellose Leistung. Für seine drei Tänze gab es von der Jury die Höchstwertung von 90 von 90 Punkten. In die Endabrechnung flossen wie üblich sowohl Jury- als auch Publikumspunkte ein. Hinter Woitschack landeten Musiker Milano auf Platz zwei und Ninja-Warrior-Athlet Joel Mattli auf Rang drei.
Begeisterung bei der Jury
Vor allem Joachim Llambi zeigte sich von Woitschacks Auftritt beeindruckt. Nach ihrem Paso Doble machte der sonst strenge Juror deutlich, dass ein derart überzeugender Tanz eigentlich auch das Publikum mitreißen müsse. Auch beim Freestyle lobte er die Darbietung außergewöhnlich deutlich.
Woitschack selbst reagierte nach dem Sieg fast ungläubig. Mit der Discokugel in der Hand sagte sie, sie sei in den vergangenen Monaten über sich hinausgewachsen.
Finaltanz mit Puppenmotiv sorgte für Aufsehen
Besonders viel Aufmerksamkeit bekam der Abschlusstanz des Siegerduos. Woitschack griff darin die Geschichte ihrer Familie auf, die laut RTL seit rund 300 Jahren ein Marionettentheater betreibt. Zu Beginn hingen sie und Vinokurov an Marionettenfäden, danach erzählte die Choreografie von lebendig werdenden Puppen, am Ende sank das Paar leblos zu Boden.
Der Tanzprofi sprach von einer besonderen choreografischen Herausforderung. Für Vinokurov war der Erfolg zugleich der erste «Let’s Dance»-Sieg seiner Karriere. Woitschack bedankte sich nach dem Auftritt auch bei ihrem Vater, der für die Inszenierung Marionetten zur Verfügung gestellt hatte.
Von der Puppenbühne ins Fernsehen
Die Sängerin stammt tatsächlich aus einer Puppenspieler-Familie und wuchs mit dem Theater ihrer Eltern auf. Über Jahre lebte sie im Wohnwagen, weil die Familie unterwegs war. Später entschied sie sich für eine eigene Karriere im Rampenlicht. Größere Bekanntheit erlangte sie 2011 durch «Deutschland sucht den Superstar», später war sie unter anderem auch im Dschungelcamp zu sehen.
Milano als Spider-Man, Mattli als Elvis
Auch Woitschacks Konkurrenten überzeugten im Finale, leisteten sich aber kleinere Wackler. Milano setzte bei seinem letzten Tanz auf ein Spider-Man-Motiv, hing kopfüber im Studio und stellte mit Tanzpartnerin Marta Arndt eine berühmte Filmszene nach. Moderatorin Victoria Swarovski sprach von einer sehr knappen Entscheidung. Am Ende wurde Milano Zweiter.
Joel Mattli trat dagegen als Elvis-Double auf — mit Haartolle, Goldjacke und viel Hüftschwung. Die Jury bewertete seine Leistung ebenfalls stark, wenn auch etwas sachlicher. Für ihn reichte es schließlich zu Platz drei.
Nachfolgerin von Diego Pooth
Mit ihrem Triumph tritt Woitschack die Nachfolge von Diego Pooth an. Der Sohn von Verona Pooth hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit Profitänzerin Ekaterina Leonova gewonnen.
Die aktuelle Ausgabe zeigte erneut, wie offen der Wettbewerb verlaufen kann. In der inzwischen 19. Staffel traten 14 Prominente an, einen klaren Topfavoriten gab es lange nicht. Immer wieder sorgten sowohl Jury-Urteile als auch Zuschauerentscheidungen für Diskussionen. So hatte Llambi das frühe Aus von Nadja Benaissa einst als Schlag gegen Leistung und Fairness kritisiert.
Neben dem sportlichen Wettbewerb blieb die Staffel auch wegen ungewöhnlicher Momente in Erinnerung: Eine Zuschauerin hielt zwischenzeitlich Llambis Punktekelle hoch, und Ross Antony tanzte seine Rumba trotz einer blutenden Verletzung im Gesicht tapfer zu Ende. Das Format läuft inzwischen seit 20 Jahren in Deutschland.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion