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«Star Wars»-Legende Marcia Lucas ist tot

Ohne sie wären legendäre Star-Wars-Momente nie im Kino gelandet: Warum George Lucas auf seine geheime Cutterin setzte.

30.05.2026, 13:47 Uhr

Die US-amerikanische Filmeditorin Marcia Lucas, die den ersten „Star Wars“-Filmen ihren preiswürdigen Feinschliff verlieh, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Die frühere Ehefrau von Regisseur und Produzent George Lucas erlag Ende Mai einer Krebserkrankung, wie „Variety“ unter Berufung auf den Anwalt der Familie berichtete.

Marcia Lucas galt als prägende Kraft des New-Hollywood-Kinos der 1970er Jahre. Neben ihrer Arbeit an „Star Wars“ war sie auch an bekannten Filmen wie Martin Scorseses „Taxi Driver“ und „New York, New York“ beteiligt. Ihre Familie würdigte sie in einem Statement als Editorin mit außergewöhnlichem Gespür für Emotionen, Rhythmus und Menschlichkeit. Sie habe die seltene Fähigkeit besessen, die Wahrheit einer Szene zu erkennen und ihr Herz, Dynamik und Klarheit zu verleihen.

Aus starkem Material noch mehr machen

Auch Lucasfilm nahm Abschied und erklärte, man trauere gemeinsam mit der internationalen Filmwelt um Marcia Lucas. In einem früheren Interview hatte sie selbst beschrieben, was sie an ihrer Arbeit faszinierte: Sie könne gutes Material noch besser machen – und schwächeres zumindest so formen, dass es funktioniere.

Filmeditoren spielen in der Postproduktion eine Schlüsselrolle, weil sie das gedrehte Rohmaterial erst zu einem stimmigen Ganzen zusammensetzen. Für den Schnitt von „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ erhielt Marcia Lucas 1978 gemeinsam mit Richard Chew und Paul Hirsch den Oscar.

Bedeutender Einfluss auf „Star Wars“

Mit George Lucas war die gebürtige Kalifornierin von 1969 bis 1983 verheiratet; aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Laut „Variety“ stieß Marcia Lucas zur Nachbearbeitung des ersten „Star Wars“-Films, nachdem George Lucas erkannt hatte, dass der Film grundlegend überarbeitet werden musste.

Dem Bericht zufolge brachte sie wichtige kreative Ideen in die Handlung ein. Sowohl George Lucas als auch Mark Hamill sollen betont haben, wie groß ihr Einfluss gewesen sei. So soll etwa die Entscheidung, Obi-Wan Kenobi auf dem Todesstern sterben zu lassen, auf sie zurückgehen. Auch der später ikonische Kuss zwischen Luke Skywalker und Prinzessin Leia sei auf ihr Drängen im Film geblieben.

In den folgenden Jahren arbeitete Marcia Lucas zudem an weiteren Produktionen von Lucasfilm mit, darunter an „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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