Stars

Star-Koch Lafer schockt: «Ich habe Krebs»

Schock-Geständnis von Johann Lafer: Der TV-Koch spricht über seine Krebsdiagnose – entdeckt wurde sie bei einer Routinekontrolle.

30.05.2026, 20:48 Uhr

Johann Lafer macht seine Krebsdiagnose öffentlich

Fernsehkoch Johann Lafer hat erstmals offen über seine schwere Erkrankung gesprochen. Im Interview mit der „Bild“ sagte der 68-Jährige: „Ich bin krank. Ernsthaft krank.“ Bei ihm wurde Lymphdrüsenkrebs festgestellt. Nach Angaben von Experten sind die Überlebenschancen bei dieser Krebsart häufig vergleichsweise gut.

Lafer zufolge wurde die Krankheit bereits vor rund zweieinhalb Jahren entdeckt. Bei einer Routineuntersuchung während einer Fastenkur habe ein Arzt Schatten in seiner Leiste gesehen. Beschwerden habe er damals noch keine gehabt. Erst später sei die genaue Diagnose gestellt worden.

Zunächst hoffte er, dass alles wieder verschwindet

Lafer berichtete, er habe anfangs gehofft, dass sich die Auffälligkeiten von selbst erledigen würden. Wie viele andere Betroffene habe er zunächst gedacht, dass ihn so etwas nicht wirklich treffen könne.

Im Januar 2026 habe sich sein Zustand dann jedoch deutlich verschlechtert. Nach seinen Schilderungen schwoll plötzlich vieles an, hinzu kamen starke nächtliche Schweißausbrüche und erhebliche Schlafprobleme. Spätestens da sei ihm klar geworden, dass sich seine Lage ernst zuspitzt.

Seit Jahresbeginn Chemotherapie

Seit Anfang des Jahres wird Lafer nach eigenen Worten mit Chemotherapie behandelt. Eine einzelne Behandlung dauere fast 24 Stunden. Überall hingen Infusionsflaschen, die Therapie werfe ihn komplett aus der Bahn, schilderte er.

Trotz der starken Belastung sieht der TV-Koch auch ermutigende Zeichen: Die betroffenen Knoten würden kleiner, daran erkenne er, dass die Behandlung anschlage. Das gebe ihm neue Kraft.

Aufgeben komme für ihn nicht infrage. Sterben sei keine Option, betonte Lafer. Er wolle weiterarbeiten, weil er das brauche. Außerdem habe er noch viele Ideen und Pläne.

Was hinter Lymphdrüsenkrebs steckt

Lymphdrüsenkrebs, auch Lymphom genannt, ist ein Sammelbegriff für bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems. Dieses System gehört zur körpereigenen Abwehr und umfasst unter anderem Lymphknoten, die Milz und bestimmte weiße Blutkörperchen, die sogenannten Lymphozyten. Bei einem Lymphom vermehren sich diese Zellen unkontrolliert.

Mediziner unterscheiden grundsätzlich zwischen Hodgkin-Lymphomen und Non-Hodgkin-Lymphomen. Hodgkin-Lymphome betreffen oft jüngere Erwachsene und gelten vor allem in frühen Stadien als gut behandelbar. Bei den Non-Hodgkin-Lymphomen, zu denen Lafer nach eigenen Angaben gehört, gibt es viele verschiedene Unterformen mit sehr unterschiedlichem Verlauf.

Einige dieser Lymphome verlaufen aggressiv und müssen sofort behandelt werden. Andere entwickeln sich langsamer, sodass anfangs mitunter auch engmaschige Kontrollen ausreichen können. Solche chronischen Verläufe lassen sich häufig gut zurückdrängen, sind aber meist nicht dauerhaft heilbar.

Typische Anzeichen für Lymphdrüsenkrebs sind unter anderem Fieber, Nachtschweiß, ungewollter Gewichtsverlust, schmerzlose Lymphknotenschwellungen – etwa an Hals, Achsel oder Leiste – sowie Müdigkeit und ein allgemeiner Leistungsknick.

„Den Umständen entsprechend geht es mir gut“

In einer Mitteilung seiner Agentur erklärte Lafer, den Umständen entsprechend gehe es ihm gut. Besonders freue er sich darüber, weiterhin arbeiten und viele bereits geplante Termine sowie Auftritte wahrnehmen zu können.

Die Nachricht von der Erkrankung sei für ihn und seine Familie zunächst ein großer Schock gewesen. Umso dankbarer seien sie nun, dass die Behandlung gut anschlage und sich seine Situation positiv entwickle.

Lafer gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten TV-Köchen im deutschsprachigen Fernsehen. Ein breites Publikum erreichte er unter anderem mit den ZDF-Sendungen „Lafer! Lichter! Lecker!“ und „Die Küchenschlacht“.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen