Die Toten Hosen starten ihre Abschiedstour
Nach über 40 Jahren Bandgeschichte nehmen Die Toten Hosen mit einer großen Tournee Abschied von der Bühne. Unter dem Titel „Trink Aus! Wir Müssen Gehen“ beginnt an diesem Samstag, 13. Juni, in Stuttgart der deutsche Auftakt der letzten Konzertreise.
Tournee mit vielen Stationen
Schon vor Jahrzehnten hatten die Düsseldorfer angekündigt, dass sie selbst bestimmen wollen, wann Schluss ist. Nun machen sie ernst. Beim ausverkauften Open-Air-Auftritt auf dem Cannstatter Wasen werden etwa 65.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Danach folgen noch knapp zwei Dutzend Konzerte in Deutschland und Österreich.
Der Startschuss für die Tour fiel bereits am vergangenen Sonntag im luxemburgischen Esch an der Alzette. In Stuttgart beginnt das Programm um 17.00 Uhr mit den Vorbands Leftovers, Bar Stool Preachers und Feine Sahne Fischfilet. Anschließend stehen Die Toten Hosen bis etwa 22.30 Uhr auf der Bühne.
Mischung aus neuen Songs und Klassikern
Auch auf ihrer letzten Tour will die Band noch einmal zeigen, wofür sie steht. Das aktuelle und insgesamt 16. Studioalbum, das sie auch in Stuttgart präsentieren wollen, vereint humorvolle Mitgröhl-Songs wie „Lass mal nicht machen“, treibende Punknummern wie „Wir waren nie weg“, politische Stücke wie „Was ist mit uns los“ sowie sehr persönliche Lieder wie „Glück“, in dem Frontmann Campino über das Vatersein singt.
Dazu dürften zahlreiche bekannte Hits nicht fehlen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gehören „Tage wie diese“, „Alles aus Liebe“, „Bonnie & Clyde“ und „Hier kommt Alex“ wieder zur Setlist. Vielleicht gibt es auch „Eisgekühlter Bommerlunder“ zu hören.
Finale in der Heimatstadt Düsseldorf
Der Schlusspunkt der Tour ist für den 10. Juli 2027 in Düsseldorf vorgesehen. Dort soll auch das vermutlich letzte Stadionkonzert der Band stattfinden. Für Campino hätte dieser Termin besondere Bedeutung: Er wird dann 65 Jahre alt sein.
Die Verbindung zur Heimatstadt ist bei den Toten Hosen immer eng geblieben. Die Band hielt dem Fußballclub Fortuna Düsseldorf unabhängig von der Liga die Treue. Auch beim Düsseldorfer Rosenmontagszug sind Campino und seine Mitstreiter regelmäßig anzutreffen, häufig auf dem Balkon einer Altbier-Brauerei, deren Wirt zu ihrem engen Freundeskreis gehört.
Vom Debüt bis zum Durchbruch
Als 1983 das erste Album „Opel Gang“ erschien, waren Campino und viele der Gründungsmitglieder noch Schüler. Der Überlieferung nach wurden sie bei ihrem ersten Konzert sogar versehentlich als „Die Toten Hasen“ angekündigt. Doch die Gruppe aus dem alternativen Düsseldorfer Stadtteil Flingern machte sich schnell einen Namen.
Den großen kommerziellen Erfolg brachte schließlich 1988 der Song „Hier kommt Alex“.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber