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Blume adelt Blomstedt zum Dirigenten des Jahrhunderts

Still statt spektakulär – und doch legendär: Wie Herbert Blomstedt auch in Deutschland Musikgeschichte schrieb.

04.11.2026, 19:46 Uhr

Blume würdigt Herbert Blomstedt als prägenden Dirigenten des Jahrhunderts

Nach dem Tod von Herbert Blomstedt hat Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) den weltweit angesehenen Musiker als „Jahrhundertdirigenten“ gewürdigt. In München erklärte Blume, Bayern sei Blomstedt über viele Jahrzehnte hinweg eine musikalische Heimat gewesen.

Besonders eng sei dessen Beziehung zu den Bamberger Symphonikern gewesen. Seit den frühen 1980er-Jahren habe er deren künstlerische Entwicklung und den charakteristischen Klang maßgeblich beeinflusst. Im Jahr 2006 wurde Blomstedt zum Ehrendirigenten des Orchesters ernannt. Der Dirigent war am Mittwoch im Alter von 99 Jahren gestorben.

Auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie den Münchner Philharmonikern verband ihn laut Blume eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit. Der Minister sprach der Familie und den engen Weggefährten des Dirigenten sein tiefes Mitgefühl aus.

Musik als Lebensaufgabe

Das Künstlersekretariat am Gasteig in München erklärte, Blomstedts wichtigstes Anliegen sei immer gewesen, ganz im Dienst der Musik zu stehen. Mit seiner lebenslangen Hingabe hinterlasse er ein Vermächtnis, das weit über seinen Tod hinaus Bestand haben werde.

Wie seine Agentur mitteilte, starb Blomstedt in seinem Zuhause im schwedischen Göteborg im Kreis seiner Familie.

Im Laufe seiner Karriere prägte er zahlreiche bedeutende Orchester in Europa und den USA. So war er Chefdirigent der Staatskapelle Dresden, des Gewandhausorchesters Leipzig und des NDR-Sinfonieorchesters. Zudem leitete er zehn Jahre lang die San Francisco Symphony. Auch als Gastdirigent war er international gefragt, unter anderem in Boston, Chicago und Los Angeles.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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