Vogt wirbt für Ilse Aigner als künftige Bundespräsidentin
Der baden-württembergische CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Vogt hat sich klar für Ilse Aigner (CSU) als nächste Bundespräsidentin positioniert. Gegenüber der „Bild“ erklärte er, dass er sich gemeinsam mit dem bayerischen CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek darauf verständigt habe, Aigner für das Amt zu unterstützen.
Vogt beschrieb die CSU-Politikerin als Persönlichkeit, die feste Überzeugungen mit der Fähigkeit verbinde, Menschen zusammenzubringen. Er traue ihr zu, Deutschland Orientierung und Stabilität zu geben.
Nach Ansicht des CDU-Politikers steht Aigner zudem beispielhaft für die integrative Kraft konservativer Werte. Sie verkörpere das, was CDU und CSU verbinde: ein christlich geprägtes Menschenbild, Freiheit, Eigenverantwortung, Verbundenheit zur Heimat und Achtung vor Leistung. Zugleich finde sie den passenden Ton, ohne sich dabei anzupassen.
Entscheidung fällt Ende Januar
Am 30. Januar tritt die Bundesversammlung in Berlin zusammen, um über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu entscheiden. Innerhalb der Union haben sich bereits mehrere Politiker für Aigner ausgesprochen, darunter Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Thüringens Regierungschef Mario Voigt (beide CDU).
CDU-Chef Friedrich Merz hatte bereits angekündigt, dass die Union mit einer Frau für das höchste Staatsamt antreten wolle. Einen Namen nannte er bislang jedoch noch nicht. Eine Entscheidung wird zu Beginn der kommenden Woche erwartet, wenn sich CDU-Präsidium und Bundesvorstand mit der Kandidatenfrage befassen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber