Abschiede bei den «Bergrettern»: Sebastian Ströbel zeigt Verständnis für Fanreaktionen
Der Ausstieg von Luise Bähr und Heinz Marecek aus der ZDF-Serie «Die Bergretter» beschäftigt viele Zuschauer. Hauptdarsteller Sebastian Ströbel kann die teils enttäuschten Reaktionen gut nachvollziehen. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte der 49-Jährige, der Weggang der beiden sei natürlich ein Verlust. Nach der langen und intensiven gemeinsamen Zeit entstehe dadurch spürbar eine Lücke.
Gleichzeitig versucht Ströbel, dem Abschied auch etwas Positives abzugewinnen. Solche Entscheidungen hätten immer zwei Seiten. Aus Veränderungen könne neue Energie entstehen, die für alle Beteiligten etwas Gutes bewirken könne – für Heinz Marecek, für Luise Bähr und auch für die Serie selbst. Er sei vor allem dankbar, so lange mit beiden zusammengearbeitet zu haben.
Ströbel verkörpert in der Serie den Leiter der Bergrettung, Markus Kofler. Luise Bähr spielte seit der sechsten Staffel die Ärztin und Bergretterin Katharina Strasser, die zwischenzeitlich auch mit Markus Kofler liiert war. Noch bis zum Ende der derzeit laufenden 18. Staffel ist sie in der Serie zu sehen. Künftig übernimmt sie eine Rolle in der neuen ZDF-Reihe «Soko Spurenjäger».
Heinz Marecek gehörte dagegen von Beginn an zum Ensemble. Seit der ersten Folge der ersten Staffel spielte er Franz Marthaler. Seinen letzten Auftritt hatte er bereits in Staffel 17. In der zweiten Episode der 18. Staffel wurde seine Serienfigur beerdigt.
Ströbel: Veränderungen gehören dazu
Auch inhaltlich kann Ströbel den Abschied von Katharina nachvollziehen. Wäre die Geschichte zwischen Katharina und Markus mit einem klassischen Happy End beendet worden, wäre ihre gemeinsame Erzählung in gewisser Weise abgeschlossen gewesen, erklärte er.
Grundsätzlich hält Ströbel es für wichtig, flexibel zu bleiben. Irgendwann könne es schließlich auch ihn selbst treffen – ganz gleich in welcher Form. Vielleicht werde die Serie irgendwann eingestellt, vielleicht höre man selbst auf, sagte er. Manchmal treffe man solche Entscheidungen selbst, manchmal würden sie einem abgenommen. Vieles sei in diesem Beruf nur schwer planbar. Gerade deshalb sei es umso wichtiger, frei und unabhängig zu bleiben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber