Bamberger Symphoniker würdigen Herbert Blomstedt
Die Bamberger Symphoniker haben mit großer Anteilnahme an ihren verstorbenen Ehrendirigenten Herbert Blomstedt erinnert. In einer Mitteilung erklärte das Orchester, seine Deutungen hätten die Musiker mit jedem Jahr und bei jedem gemeinsamen Auftritt stärker bewegt. Die Begegnungen mit ihm seien im Laufe der Zeit immer wertvoller geworden. Für Blomstedt sei jedes Konzert ein feierlicher, fast spiritueller Akt gewesen.
Der deutsch-schwedische Dirigent war am Mittwoch im Alter von 99 Jahren gestorben.
Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren verband Blomstedt und die Bamberger Symphoniker eine enge künstlerische Partnerschaft. Gemeinsam traten sie in mehr als 200 Konzerten in über 50 Städten auf. Das Orchester hob besonders hervor, wie aufmerksam und zugewandt Blomstedt im Umgang mit anderen Menschen gewesen sei. Echtes Interesse an seinen Mitmenschen habe für ihn die Grundlage des gemeinsamen Musizierens gebildet.
Blomstedt galt als prägende Persönlichkeit der internationalen Orchesterlandschaft. Er stand unter anderem an der Spitze der Staatskapelle Dresden, des Gewandhausorchesters Leipzig und des NDR-Sinfonieorchesters. Zudem leitete er zehn Jahre lang die San Francisco Symphony. Auch als Gastdirigent war er bei renommierten Orchestern in Städten wie Boston, Chicago und Los Angeles gefragt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber