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Bei Netflix: Tom Schilling mordet endlich wieder

Tom Schilling ist zurück: In «Achtsam Morden» droht jetzt sein inneres Kind alles eskalieren zu lassen – wie gefährlich wird das?

27.05.2026, 07:00 Uhr

Netflix bestellt schon vor Start der neuen Folgen Staffel 3 von "Achtsam Morden"

Noch bevor die zweite Staffel von "Achtsam Morden" bei Netflix anläuft, hat der Streamingdienst bereits eine dritte Runde angekündigt. Das ist ein deutliches Signal: Die schwarzhumorige Krimi-Comedy mit Tom Schilling als Anwalt Björn Diemel war laut Netflix nicht nur in Deutschland ein Erfolg. Auch für die neuen Episoden, die am 28. Mai starten, scheint man große Erwartungen zu haben.

In Staffel 2 bekommt es Björn gewissermaßen mit einer zweiten Version seiner selbst zu tun. Mithilfe seines Achtsamkeitscoachs stößt er auf sein "inneres Kind". Die Frage ist: Bringt ihn das zur Ruhe – oder macht es seine Aggressionen und Mordgedanken erst recht schlimmer?

Worum geht es in der Serie?

Die Produktion basiert auf der gleichnamigen Buchreihe von Karsten Dusse, die Achtsamkeitslehren mit schwarzem Humor und Krimielementen verbindet. Die zweite Staffel setzt den zweiten Roman "Das Kind in mir will achtsam morden" um und spielt erneut in Berlin und Umgebung.

Zur Erinnerung: Björn Diemel ist ein erfolgreicher Anwalt, der sein Leben zwischen Job und Familie besser in den Griff bekommen möchte. Deshalb sucht er in Staffel 1 Hilfe bei Achtsamkeitstrainer Joschka Breitner. Die neu erlernten Methoden führen allerdings zu einem äußerst ungewöhnlichen Ergebnis: Björn tötet seinen Mandanten, den brutalen Mafia-Boss Dragan Sergowicz, um endlich mehr innere Ruhe zu finden.

Danach übernimmt er Dragans Geschäfte, versucht Polizei und Unterwelt zu täuschen und gerät immer tiefer in kriminelle Verstrickungen. Am Ende hält er sogar den rivalisierenden Gangster Boris gefangen und kümmert sich nebenbei um einen Kindergarten.

Peter Jordan
Peter Jordan spielt den Achtsamkeitscoach. (Archivbild) Quelle: Soeren Stache/dpa

So geht es in Staffel 2 weiter

Zunächst wirkt es so, als könne Björn etwas durchatmen. Gemeinsam mit seiner Familie verbringt er Urlaub in den österreichischen Alpen. Doch die Entspannung hält nicht lange. Schon eine verzögerte Bestellung auf einer Alm – mit Kaiserschmarrn, Landjäger und Almdudler – bringt ihn in Rage.

Dabei entstehen unangenehm-komische Szenen: Vor den anderen Gästen macht Björn dem Kellner lautstark Vorwürfe. Und es bleibt nicht nur bei schlechter Stimmung – um Dampf abzulassen, greift er bald wieder zu drastischen Mitteln.

Zusätzlich macht ihm Boris zu schaffen, den er im Keller des Kindergartens festhält. Als dieser plötzlich verschwindet, wächst der Druck weiter. Also muss erneut Achtsamkeitscoach Joschka eingreifen.

Was hat es mit dem "inneren Kind" auf sich?

Die Erklärung des Coaches ist schnell gefunden: Für Björns Wutausbrüche sei sein inneres Kind verantwortlich – also jener unbewusste Teil, in dem Verletzungen und ungelöste Erfahrungen aus der Kindheit abgespeichert sind. Werden dessen Bedürfnisse missachtet, reagiert es trotzig und übernimmt das Kommando.

Björn soll dieses innere Kind eine Woche lang bewusst in seinen Alltag einbeziehen und dessen Wünsche ernst nehmen. Das führt sofort zu kuriosen Folgen: Er erfüllt sich einen Jugendtraum und kauft einen riesigen, spritfressenden Geländewagen – alles andere als vernünftig, aber für ihn offenbar genau das Richtige.

Doch damit nicht genug: Das innere Kind meldet sich ständig zu Wort, fordert Aufmerksamkeit und treibt Björn immer wieder zu überzogenen, teils brutalen Reaktionen. Anders als nur als Symbol tritt dieses jüngere Ich in der Serie sogar als eigene Figur auf.

Für wen lohnt sich die zweite Staffel?

Wer die Romane von Karsten Dusse oder bereits die erste Staffel mochte, dürfte auch mit den neuen Folgen gut bedient sein. Die Serie bleibt der Vorlage treu und trifft erneut die Mischung aus Krimi, schwarzem Witz und Achtsamkeitsparodie.

Zugleich gewinnt die Handlung eine zusätzliche Ebene. Durch das innere Kind erfährt das Publikum mehr über Björns Vergangenheit, besonders über seine Kindheit. Dadurch wirken manche Momente ernster und tiefgründiger als zuvor.

Ganz ohne Schwächen ist das aber nicht: Mitunter drängt sich das jüngere Ich etwas zu stark in den Vordergrund. Dennoch gelingen der Serie wieder treffende und witzige Alltagsbeobachtungen – etwa wenn ehrgeizige Kita-Eltern hitzig darüber debattieren, wie ihr Kindergarten möglichst plastikfrei und klimaneutral werden kann.

Wie geht es danach weiter?

Fest steht bereits: Netflix setzt die Serie fort. Bei einer Veranstaltung zu Jahresbeginn wurde angekündigt, dass die dritte Staffel im Sommer gedreht werden soll. Grundlage dafür wäre der dritte Dusse-Roman "Achtsam morden am Rande der Welt".

Material für weitere Folgen gibt es ohnehin genug: Bisher sind fünf Bände der Reihe erschienen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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