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Schon wieder Antonelli! Monaco kann ihn nicht stoppen

19 und schon unschlagbar: Antonelli triumphiert auch in Monaco – während Verstappen das Finale frustriert vom Sofa verfolgt.

07.06.2026, 17:31 Uhr

Antonelli triumphiert auch in Monaco und schreibt weiter an seiner Geschichte

Kimi Antonelli bleibt in der Formel 1 das Maß der Dinge. Der erst 19 Jahre alte Mercedes-Pilot gewann auch den Grand Prix von Monaco und feierte damit bereits seinen fünften Sieg in Serie. Auf dem engen Stadtkurs von Monte-Carlo ließ sich der Italiener weder von Schlaglöchern im Asphalt noch von einer längeren Rennunterbrechung aus dem Konzept bringen.

Mit seinem Erfolg ist Antonelli nun auch der jüngste Monaco-Sieger der Formel-1-Geschichte. Selbst beim Besuch in der Loge von Fürst Albert II. legte er die italienische Flagge nicht ab. Entsprechend begeistert zog der WM-Spitzenreiter Bilanz: „Es war ein unglaubliches Wochenende.“

Hinter Antonelli belegten Lewis Hamilton im Ferrari und Red-Bull-Pilot Isack Hadjar die Plätze zwei und drei. Für Hamilton war es ein besonderes Resultat: Mit seinem achten Podium in Monaco stellte der Brite den Rekord von Ayrton Senna ein. Charles Leclerc verpasste beim Heimrennen dagegen ein Top-Ergebnis. Der Monegasse war lange auf Podiumskurs, verlor seine starke Position aber zehn Runden vor Schluss nach einem Unfall.

Verstappen früh raus, Russell ohne Zähler

Für Max Verstappen war das Rennen praktisch direkt nach dem Start gelaufen. Der Weltmeister fiel wegen Motorproblemen von Platz zwei bis ans Ende des Feldes zurück und stellte seinen Red Bull wenig später ab. Schon per Funk reagierte der Niederländer frustriert und fragte nach einer wütenden Tirade: „Was soll ich jetzt machen?“ Die knappe Antwort seines Teams lautete: „Komm einfach nach Hause.“

Zuvor hatte Verstappen Antonelli noch scherzhaft empfohlen, beim Start lieber eine Sekunde zu warten. Stattdessen kam er selbst kaum vom Fleck. „Schon am Start war das Gefühl vom Motor her nicht gut. Keine Power auf den ersten Metern“, sagte Verstappen später bei Sky. Danach kündigte er an, direkt in seine nur rund 500 Meter entfernte Wohnung zurückzukehren.

Auch George Russell erlebte einen enttäuschenden Tag. Der Mercedes-Pilot erhielt eine Durchfahrtsstrafe und blieb damit ohne Punkte.

In der Gesamtwertung hat Antonelli nach sechs Saisonrennen bereits 66 Punkte Vorsprung auf den neuen WM-Zweiten Hamilton. Der Italiener trat nach seinem nächsten Triumph aber auf die Bremse: „Es ist noch eine lange Saison, da ist noch nichts vorbei.“

Nico Hülkenberg verpasste im Audi in seiner Wahlheimat Monaco die ersten Punkte des Jahres erneut knapp. Zwar kam der 38-Jährige als Neunter ins Ziel, erhielt nach der turbulenten Schlussphase aber noch eine Zehn-Sekunden-Strafe und wurde nur als 13. gewertet.

Mercedes bremst die Euphorie

Vor dem Wochenende war vor allem Ferrari als Favorit gehandelt worden, weil die Scuderia dem engen Kurs besonders gut liegen sollte. Doch Antonelli setzte schon im Qualifying mit einer starken Runde das Ausrufezeichen und schuf damit die Grundlage für den nächsten Sieg.

Bei Mercedes wird trotz der Erfolgsserie bereits vor Übermut gewarnt. Wieder einmal zeigte Antonelli seine schnelle Entwicklung: Beim Start blieb er diesmal völlig ruhig und fehlerfrei, von den Unsicherheiten aus der Frühphase der Saison war nichts zu sehen.

Prominenz verfolgt Hamiltons Podestfahrt

Von Verstappens frühem Aus profitierte Hamilton, der so Platz zwei erbte und sicher ins Ziel brachte. Auf den Tribünen verfolgten zahlreiche prominente Gäste das Rennen, darunter Kim Kardashian und ihre Schwester Khloe. Hamilton war mit Kardashian zuletzt auch abseits der Strecke mehrfach gesehen worden.

Außerdem waren Michael Douglas, Catherine Zeta-Jones sowie die Fußball-Weltmeister Mario Götze, Mats Hummels und Lukas Podolski im Fürstentum dabei.

Zurück an der Ferrari-Boxenmauer war auch Teamchef Frédéric Vasseur. Der Franzose hatte den Samstag wegen gesundheitlicher Probleme vorsorglich unter Beobachtung in einer Klinik verbracht. Genauere Angaben machte Ferrari nicht. Am Renntag saß der 58-Jährige aber wieder am Kommandostand.

Vasseur sah, wie Hamilton und Leclerc zunächst gut unterwegs waren. Gegen den souveränen Antonelli war das Ferrari-Duo am Ende aber chancenlos. Der Mercedes-Fahrer kontrollierte das Rennen an der Spitze und vergrößerte seinen Vorsprung rund um den Hafen von Monaco Schritt für Schritt.

McLaren erlebt Rückschlag beim Jubiläumsrennen

Weniger gut lief es für andere Topteams. Hamilton und Russell handelten sich bei ihren Boxenstopps jeweils Fünf-Sekunden-Strafen ein, weil sie in der Boxengasse zu schnell unterwegs waren.

Noch früher war das Rennen für Weltmeister und Vorjahressieger Lando Norris beendet. Der McLaren-Pilot musste seinen Wagen wegen eines technischen Defekts abstellen – ähnlich wie bereits zuletzt in Kanada. Für McLaren war das besonders bitter, weil das Team nach eigener Zählung seinen 1000. Grand Prix bestritt. Schon jetzt deutet sich an, dass die Titelverteidigung in beiden Wertungen schwierig werden könnte.

Für zusätzliche Unruhe sorgte Lance Stroll, der in Runde 60 mit seinem Aston Martin in die Streckenbegrenzung krachte. Das Safety-Car rückte aus. Kurz nach dem Neustart verlor dann auch Leclerc die Kontrolle über seinen Ferrari. Weil anschließend Löcher im Asphalt in Kurve 19 überprüft werden mussten, wurde das Rennen für 37 Minuten unterbrochen. Nach knapp 40 Minuten ging es mit stehendem Start weiter – doch auch danach ließ Antonelli nichts mehr anbrennen und machte den nächsten Sieg perfekt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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