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Ansah schockt erneut: nächster 100-Meter-Rekord

Owen Ansah bricht wieder den deutschen Rekord – und verrät nach dem 100-Meter-Coup, wem er diesen irren Lauf widmet.

07.06.2026, 11:49 Uhr

Ansah steigert deutschen 100-Meter-Rekord auf 9,98 Sekunden

Owen Ansah hat zum Auftakt des EM-Jahres für ein weiteres Ausrufezeichen gesorgt. Der Sprinter vom Hamburger SV verbesserte in Regensburg seinen eigenen deutschen Rekord über 100 Meter auf 9,98 Sekunden. Damit unterbot der 25-Jährige seine bisherige Bestmarke von 9,99 Sekunden, die er 2024 bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig aufgestellt hatte. Damals war er als erster Deutscher überhaupt unter der Marke von zehn Sekunden geblieben.

Selbst der Rekordhalter war überrascht

Nach seinem Lauf zeigte sich Ansah erfreut und zugleich erstaunt über die frühe Topform. Solche Zeiten seien zwar das Ziel im Training, doch dass ihm das bereits im zweiten Rennen der Saison gelinge, habe ihn selbst überrascht. Mit seiner Zeit setzte er sich zugleich an die Spitze der europäischen Jahresbestenliste.

Schon direkt nach dem Rennen machte Ansah deutlich, wie viel ihm der Auftritt bedeutete. Er habe beweisen wollen, dass sein Erfolg kein einmaliger Ausreißer gewesen sei.

Nach Fehlstart in Dresden nun die starke Antwort

Erst eine Woche zuvor war Ansah bei einem Meeting in Dresden nach einem Fehlstart disqualifiziert worden. In Regensburg gelang ihm nun die passende Reaktion. Seinen Rekordlauf widmete er seinem Trainer Sebastian Beyer, der sich nach einer Schulteroperation zu Hause erholt.

Wolf erfüllt erneut die EM-Norm

Auch Yannick Wolf zeigte sich in starker Verfassung. Der Münchner belegte in 10,14 Sekunden Rang zwei und erfüllte damit erneut die Norm für die Europameisterschaften in Birmingham vom 10. bis 16. August. Dritter wurde Lucas Ansah-Peprah vom Hamburger SV mit 10,17 Sekunden.

Gina Lückenkemper
Die Staffel von Lückenkemper gehört auch zu den EM-Hoffnungen. (Archivbild) Quelle: Oliver Weiken/dpa

Deutsche Sprinter präsentieren sich in guter Form

Der Wettkampf in Regensburg bestätigte die derzeit starke Form der deutschen Kurzsprinter. Bereits am 3. Mai 2026 hatten Owen Ansah, Lucas Ansah-Peprah, Kevin Kranz und Marvin Schulte bei den World Relays in Botswana den deutschen Rekord in der Staffel auf 37,67 Sekunden verbessert. Die bisherige Bestzeit von den Europameisterschaften in München hatte bei 37,97 Sekunden gelegen.

Sowohl die Männerstaffel als auch die Frauenstaffel um Gina Lückenkemper gelten damit als aussichtsreiche Kandidaten auf Edelmetall bei den diesjährigen Europameisterschaften.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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