Schwerer Sturz überschattet auch zweite Giro-Etappe in Bulgarien
Ein weiterer folgenschwerer Massensturz hat die zweite Etappe des Giro d’Italia auf bulgarischem Boden überschattet und das Rennen zwischenzeitlich sogar zum Stillstand gebracht. Rund 23 Kilometer vor dem Ziel in Weliko Tarnowo kamen in einer Kurve etwa 35 Fahrer zu Fall. Besonders stark betroffen war das Team UAE. Jay Vine musste nach einem Aufprall in die Leitplanke aufgeben, während sein Mannschaftskollege Adam Yates trotz blutiger Verletzungen weiterfuhr.
Den Tagessieg sicherte sich nach 221 Kilometern der Uruguayer Guillermo Thomas Silva, der sich im Sprint hauchdünn gegen den Deutschen Florian Stork durchsetzte. Zuvor hatte Gesamtfavorit Jonas Vingegaard am letzten Anstieg das Tempo verschärft und das Feld auseinandergezogen, doch die kleine Führungsgruppe wurde kurz vor dem Ziel wieder gestellt. Mit seinem Etappenerfolg übernahm Silva zugleich das Rosa Trikot des Gesamtführenden vom französischen Sieger der Auftaktetappe, Paul Magnier.
Zusätzliche Schwierigkeiten bereitete am Samstag teils starker Regen. Schon am Vortag war es auf der ersten Etappe zu einem schweren Sturz im Zielsprint gekommen. Etwa 650 Meter vor dem Ziel gingen mehrere Profis zu Boden, sodass nur noch eine kleine Gruppe um den Sieg sprintete.
Abschied aus Bulgarien mit Ziel in Sofia
Am Sonntag steht die letzte Giro-Etappe in Bulgarien an, die in die Hauptstadt Sofia führt. Auf den 175,2 Kilometern gilt ein Massensprint als wahrscheinlich. Allerdings müssen die schnellen Männer zuvor noch den Borovez-Pass, einen Berg der zweiten Kategorie, bewältigen. Nach einem Ruhetag wird die Rundfahrt am Dienstag in Italien fortgesetzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion