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Nach Crash: Woods darf fünf Jahre nicht fahren

Tiger Woods steht fünf Monate nach dem Crash mit prominenter Begleitung vor Gericht – und dann fällt ein folgenschweres Urteil.

02.09.2026, 16:38 Uhr

Fünf Monate nach seinem Autounfall im US-Bundesstaat Florida ist Golf-Ikone Tiger Woods vorerst seinen Führerschein los. Ein Bezirksgericht im Martin County entzog dem 50-Jährigen die Fahrerlaubnis für fünf Jahre. Eine Haftstrafe bleibt ihm jedoch erspart.

Zuvor hatte sich Woods im Verfahren im Rahmen einer reduzierten Anklage wegen rücksichtslosen Fahrens und der Verweigerung eines Alkoholtests schuldig bekannt.

Im Zuge der Vereinbarung muss Woods außerdem 1.500 US-Dollar zahlen. Die ursprünglichen Vorwürfe wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss sowie wegen der Verweigerung eines Urintests wurden im Verfahren abgemildert. Vor Gericht brachte der Golf-Star nichts zu seiner Verteidigung vor. Zusätzlich wurden ihm die Gerichtskosten auferlegt. Damit ist das Verfahren abgeschlossen.

Trump äußert sich zum Urteil

US-Präsident Donald Trump bezeichnete das Urteil als „sehr fair“. Bei Woods sei kein Alkohol festgestellt worden, sagte Trump, zugleich verwies er auf Schmerzen infolge einer Rückenoperation. Es sei schwierig, wenn jemand wegen starker Schmerzen ein Schmerzmittel nehme und dadurch in Probleme gerate. Mit Blick auf Woods fügte Trump hinzu, er werde sich nun wohl fahren lassen – das habe er ihm schon vor langer Zeit geraten.

Zum Gerichtstermin am Mittwochmorgen (Ortszeit) erschien Woods gemeinsam mit seiner Freundin Vanessa Trump, der ehemaligen Schwiegertochter von Donald Trump. Beobachtern zufolge saß sie während der Anhörung hinter ihm im Saal. Nach Ende des Termins verließ Woods das Gerichtsgebäude ohne Kommentar.

Was dem Fall vorausging

Vor der Verhandlung hatte Woods seine juristische Linie geändert. Zunächst hatte der 50-Jährige auf nicht schuldig plädiert. Aus den Unterlagen des zuständigen Gerichts in Martin County war zunächst nicht eindeutig hervorgegangen, welche Kursänderung seine Verteidigung plante.

Hintergrund des Verfahrens war ein Unfall im März. Woods war im Zusammenhang damit Fahruntüchtigkeit am Steuer sowie die Verweigerung eines Urintests vorgeworfen worden. Medienberichten zufolge erklärte er bei seiner Befragung, er habe kurz auf sein Handy geschaut und den Radiosender gewechselt, bevor sein Geländewagen den Anhänger eines anderen Fahrzeugs streifte und sich überschlug. Ein Atemalkoholtest ergab demnach 0,0 Promille. Einen Urintest wollte der 15-malige Major-Gewinner jedoch nicht abgeben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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