Sport

Jetzt fix: Verstappen-Kollege Hadjar bleibt

Zurück nach Verletzung: Isack Hadjar sitzt wieder im Red Bull – und kurz vor Baku wartet die nächste Überraschung.

23.09.2026, 09:54 Uhr

Red Bull setzt auch über die laufende Saison hinaus auf Isack Hadjar als Teamkollegen von Max Verstappen in der Formel 1. Der 21 Jahre alte Franzose erhielt vor dem Grand Prix von Aserbaidschan in Baku einen neuen Vertrag und soll damit auch 2027 an der Seite des viermaligen Weltmeisters aus den Niederlanden fahren.

Hadjar kehrt in Baku nach seiner Handgelenksverletzung zurück. Wegen eines kleinen Bruchs hatte er zuletzt in Zandvoort, Monza und Madrid gefehlt. Ganz schmerzfrei ist der Franzose nach eigenen Worten noch nicht, die Beschwerden seien aber nicht mehr so gravierend, dass sie ihn grundlegend behinderten. Es werde „noch ein bisschen weh tun“, sagte Hadjar – zum Fahren reiche es aber.

Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies zeigte sich sehr zufrieden mit der weiteren Zusammenarbeit. Hadjar habe sich seit seinem Aufstieg aus dem Schwesterteam Racing Bulls sportlich wie auch abseits der Strecke stark präsentiert. Besonders hervorgehoben wurden im Team seine Grundschnelligkeit, seine unermüdliche Arbeitsmoral und sein natürliches Renngefühl.

Der Franzose stammt aus der Red-Bull-Nachwuchsakademie und war vor dieser Saison mit der Erfahrung von nur 23 Grand Prix bei Racing Bulls in eines der schwierigsten Cockpits der Formel 1 befördert worden. Laut Mekies habe sich Hadjar vom ersten Tag an voll eingebracht und viel Zeit mit seinen Ingenieuren verbracht, um das Auto besser zu machen.

Hadjar selbst betonte, dass er weiter lernen und sich täglich verbessern wolle. Diese Haltung dürfte ihm helfen, denn die Aufgabe an Verstappens Seite gilt seit Jahren als eine der härtesten im Feld.

Der Niederländer hat seine Teamkollegen bei Red Bull in der Vergangenheit regelmäßig klar dominiert. Seit dem Abschied von Daniel Ricciardo Ende 2018 konnten sich Pierre Gasly, Alex Albon, Liam Lawson und Yuki Tsunoda im direkten Vergleich nicht dauerhaft behaupten. Nur Sergio Perez gelang es zwischenzeitlich, etwas mehr Stabilität in die zweite Red-Bull-Garage zu bringen.

Ein Grund dafür ist auch die Charakteristik des Autos. Der Red Bull gilt traditionell als Wagen mit sehr direkter Vorderachse und einem nervösen Heck – ein Fahrverhalten, das Verstappen liegt, viele seiner Teamkollegen jedoch vor große Probleme stellte. Alex Albon hatte das frühere Fahrgefühl des Red Bull einmal mit einer Computermaus verglichen, deren Empfindlichkeit auf das Maximum gestellt ist.

Hadjar zeigt sich in diesem Umfeld bislang bemerkenswert widerstandsfähig. Er fährt regelmäßig in die Punkte und schaffte in Monaco sogar den Sprung aufs Podium als Dritter. Genau diese Konstanz macht ihn für Red Bull wertvoll – auch, weil Verstappen neben seiner Rolle als klare Nummer eins einen Teamkollegen braucht, der in den Rennen unterstützen und wichtige Zähler für die Konstrukteurswertung holen kann.

Mit seiner Vertragsverlängerung erhält Hadjar nun die Chance, diesen Weg bei Red Bull fortzusetzen – auch wenn sein Comeback in Baku wohl noch mit leichten Schmerzen verbunden sein wird.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen