Fußball

Kimmichs brutales WM-Urteil: «Das härteste Aus»

Drei WM-Flops, tiefer Fall – jetzt soll Kimmich unter Klopp das DFB-Comeback anführen. Gelingt ihm endlich die Wende?

23.09.2026, 09:58 Uhr

Joshua Kimmich nimmt nach dem erneuten enttäuschenden Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft besonders sich selbst in die Verantwortung. Der Kapitän der DFB-Auswahl sagte im Gespräch mit RTL/Sky, die drei WM-Enttäuschungen gehörten zu seiner Laufbahn und ließen sich nicht mehr ändern. Entscheidend sei nun, alles dafür zu tun, dass sich so etwas künftig nicht wiederhole. Sein ganzer Fokus liege darauf, den Menschen mit der Nationalmannschaft wieder Grund zur Freude zu geben.

Das Aus in diesem Sommer in den USA, als Deutschland in der Zwischenrunde nach einem dramatischen Elfmeterschießen gegen Paraguay scheiterte, habe ihn besonders hart getroffen. Im Vergleich zu den Vorrunden-Aus 2018 und 2022 sei diese Niederlage für ihn die bitterste gewesen. Kimmich erklärte, dass ihn das Scheitern diesmal in einer anderen Rolle erwischt habe und er deshalb länger gebraucht habe, um es zu verarbeiten.

Eigene Identität zurückgewinnen

Mit Blick auf den Neustart unter Bundestrainer Jürgen Klopp zeigt sich der 31-Jährige optimistisch. Aus seiner Sicht wird es nun vor allem darauf ankommen, die eigene Identität wiederzufinden. Diese müsse sich nicht nur im Spiel, sondern auch abseits des Platzes zeigen — im Umgang miteinander, in der internen Kommunikation und in der Außendarstellung. Vor dem Auftakt in die Nations League am Donnerstagabend in den Niederlanden betonte Kimmich, dass genau darin ein zentraler Schritt für die Mannschaft liege.

Mit inzwischen 114 Länderspielen sieht sich der Bayern-Profi als Kapitän in einer besonderen Pflicht. Leistung werde immer verlangt, sagte er, und diesen Anspruch habe er ebenso an sich selbst. Darüber hinaus gehe es für ihn darum, der Mannschaft zu helfen, wieder dorthin zu kommen, wo sie mit ihrem Potenzial und ihrer Qualität hingehöre.

Joshua Kimmich
Joshua Kimmich spielt in den Planungen von Bundestrainer Klopp eine zentrale Rolle. Quelle: Sven Hoppe/dpa

Klopp setzt auf Kimmich als Führungsspieler

Vom neuen Bundestrainer nimmt Kimmich vor allem große Begeisterung wahr. Er habe klar den Eindruck, dass Klopp mit voller Energie an die Aufgabe herangehe und es ihm sehr viel bedeute, die deutsche Nationalmannschaft zu betreuen. Kimmich lobte dessen Schwung, Leidenschaft und Vorfreude.

Klopp hat Kimmich als Kapitän bestätigt und ihm eine zentrale Führungsrolle zugewiesen. Diese soll er künftig — ähnlich wie im Verein — im Mittelfeld ausfüllen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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