Politik

Hofmann: Trotz Wahl bleibt Reformdruck hoch

Nach dem Wahlbeben drängt die CSU zurück an die Arbeit – und kündigt Reformen an, die Deutschland verändern sollen.

23.09.2026, 11:57 Uhr

Nach der Debatte über das schwache Abschneiden der CDU in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin will der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, möglichst schnell wieder in den Arbeitsmodus wechseln. Die Wahlergebnisse hätten nichts am weiterhin großen Reformbedarf in Deutschland geändert, sagte er im oberfränkischen Kloster Banz, wo die bayerische CSU-Landtagsfraktion ihre Herbstklausur abschließt.

Mit Blick auf die kommenden Monate betonte Hoffmann, der Herbst müsse genutzt werden, um zu zeigen, dass die Koalition das Land weiter voranbringen könne. Es gehe um umfassende Großreformen, wie es sie in Deutschland seit mehr als 20 Jahren nicht gegeben habe.

Zugleich zeigte sich der CSU-Politiker zuversichtlich, dass die SPD als Koalitionspartner den eingeschlagenen Kurs im Wesentlichen mittragen werde. Die Union sei aber bereit, bei einzelnen Punkten über Details zu verhandeln, etwa bei der sogenannten Rente mit 63, wenn es um Härtefälle gehe.

Innerhalb der Union hatten die Wahlergebnisse erneut eine Debatte über Bundeskanzler Friedrich Merz ausgelöst. Zwar wurden vereinzelt Rücktrittsforderungen laut, insgesamt erhielt der CDU-Vorsitzende und Regierungschef aus den eigenen Reihen aber überwiegend Rückendeckung.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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