Treffen in Aachen: IOC-Präsidentin Coventry spricht mit deutschen Bewerbern
Am Rande der Reit-WM in Aachen hat sich IOC-Präsidentin Kirsty Coventry mit Vertretern der deutschen Kandidaten für eine mögliche Olympia-Bewerbung ausgetauscht. Im VIP-Bereich traf sie unter anderem auf NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sowie Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Nach Angaben der Beteiligten stand die deutsche Bewerbung dabei jedoch nicht auf der Agenda.
Wüst betonte nach dem Gespräch, im Sport müsse man fair miteinander umgehen. Deshalb habe man auch die Vertreter aus Bayern und Berlin eingeladen. Das sei aus seiner Sicht selbstverständlich.
Zugleich machte der NRW-Regierungschef deutlich, dass alle Beteiligten Olympische Spiele nach Deutschland holen wollten und jeweils mit dem bestmöglichen Konzept anträten. Er halte das Angebot aus Nordrhein-Westfalen zwar für das stärkste, räumte aber ein, dass die anderen Bewerber ihre eigenen Pläne ebenso überzeugend fänden.
Über konkrete Olympia-Konzepte sei mit Coventry nicht gesprochen worden, sagte Wüst weiter. Stattdessen habe sich der Austausch um allgemeine Fragen der Entwicklung des Sports gedreht.
Offiziell war Coventry privat in Aachen unterwegs. Am Nachmittag traf sie demnach mehrere Repräsentanten deutscher Spitzensportverbände, bevor sie am Abend die Entscheidung in der Dressur-Kür mit Musik verfolgte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber