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Hanfmanns Stuttgart-Frust: Das bittere Aus

Hanfmann wehrt Matchbälle ab und kämpft bis zum Schluss – doch in Stuttgart platzt sein ganz besonderer Traum dramatisch.

10.06.2026, 14:04 Uhr

Auch Struff scheitert in Stuttgart – Hanfmann verpasst Viertelfinale und Jubiläumssieg

Beim Rasenturnier in Stuttgart sind die deutschen Hoffnungen im Achtelfinale komplett erloschen. Nach Yannick Hanfmann schied auch Jan-Lennard Struff aus und war damit der letzte deutsche Teilnehmer im Wettbewerb.

Struff verpasste nach einer rund vierstündigen Regenpause eine Überraschung gegen den kasachischen Weltranglisten-Elften Alexander Bublik. Der Sauerländer unterlag mit 6:7 (3:7), 6:3, 2:6 und konnte damit seinen Coup von den French Open nicht wiederholen.

Die Partie war am späten Mittag beim Stand von 1:2 aus Sicht von Struff im ersten Satz wegen Regens unterbrochen und erst am Abend fortgesetzt worden. Von einer kuriosen kurzen Unterbrechung durch plötzlich einsetzende Musik auf dem Platz ließ sich der Deutsche zwar nicht aus dem Konzept bringen. Gegen Bubliks starken Aufschlag fand er aber über weite Strecken kaum Zugriff. Abgesehen von einem Break im zweiten Satz blieb Struff oft ohne Mittel.

Hanfmann kämpft sich zurück, dann machen Rückenprobleme zu schaffen

Hanfmanns Achtelfinale war noch rechtzeitig beendet worden, bevor der Regen den Centre Court lahmlegte. Der 34 Jahre alte Karlsruher verlor gegen den Italiener Mattia Bellucci nach engem Verlauf mit 5:7, 7:6 (7:4), 2:6.

Mit einem Sieg hätte Hanfmann auf dem Weissenhof erstmals das Viertelfinale erreicht und zugleich seinen 100. Erfolg auf der ATP-Tour gefeiert – ausgerechnet in seinem 200. Match.

Im zweiten Satz wehrte der Deutsche zunächst zwei Matchbälle ab und rettete sich mit einem gewonnenen Tiebreak in den entscheidenden Durchgang. Dort war Hanfmann jedoch sichtlich beeinträchtigt. Nach zwei verlorenen Aufschlagspielen ließ er sich beim Stand von 1:4 am Rücken behandeln. Als Entschuldigung für die Niederlage wollte er die Beschwerden allerdings nicht gelten lassen.

Schon vor dem Match hatte Hanfmann vor dem unangenehmen Spielstil des 25 Jahre alten Linkshänders gewarnt. Gegen den mutig und variabel auftretenden Bellucci fand er diesmal aber zu selten die richtigen Antworten. Besonders bitter: Ein Break gelang Hanfmann im gesamten Match nicht. Nach dem Verlust des ersten Satzes reagierte er seinen Frust sichtbar ab und schleuderte seinen Schläger auf seine Tasche.

Anfangs waren fünf deutsche Profis im Hauptfeld des mit 768.220 Euro dotierten Rasenturniers vertreten, doch nur Struff und Hanfmann erreichten die zweite Runde. Deutschlands bester Spieler Alexander Zverev verzichtete nach seinem French-Open-Triumph in Paris auf einen Start in Stuttgart.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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