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Die GOAT ist zurück – Williams‘ Comeback elektrisiert

Serena ist zurück – und wie! Doppel-Sieg, Einzel-Gerüchte, staunende Tennis-Welt. Was ihre Töchter dann tun, überrascht.

10.06.2026, 09:56 Uhr

Serena Williams feiert gelungenes Comeback im Queen’s Club

Serena Williams ist zurück auf dem Tennisplatz – und direkt mit einem Erfolg. Fast vier Jahre nach ihrem bislang letzten Auftritt trat die 44-Jährige im Doppel beim Turnier im Londoner Queen’s Club an und gewann an der Seite der Kanadierin Victoria Mboko ihr Auftaktmatch. Auf der Tribüne verfolgte ihre Familie das Comeback: Tochter Adira kuschelte mit ihr, die ältere Olympia nahm sie in den Arm.

Auch prominente Beobachter zeigten sich begeistert. Ex-Skistar Lindsey Vonn nannte Williams auf der Tribüne die „GOAT“ – also die Größte aller Zeiten.

Trotz aller Begeisterung war Williams mit ihrer eigenen Leistung nur bedingt zufrieden. Sie bewertete ihren Auftritt zunächst mit einem „C“, relativierte diese Einschätzung aber gleich wieder. Angesichts der langen Pause und des ungewohnten Rasens sei das Ganze durchaus ordentlich gewesen, sagte sie. Zum Abschluss des Matches setzte sie mit zwei Assen und einem Service-Winner noch ein Ausrufezeichen.

Gemeinsam mit der erst 19 Jahre alten Mboko gewann Williams mit 7:6 (7:2), 6:2 gegen Nicole Melichar-Martinez aus den USA und die Neuseeländerin Erin Routliffe. Das Ergebnis überrascht umso mehr, weil ihre Gegnerinnen als Nummer drei gesetzt waren. Routliffe hat bereits zweimal die US Open im Doppel gewonnen, Melichar-Martinez stand zweimal in einem Grand-Slam-Finale.

Mboko sprach anschließend von einer besonderen Ehre, mit Williams auf dem Platz zu stehen. Vor allem ein Rückhandschlag der Amerikanerin habe sie beeindruckt.

Queen's Club Tennis WTA-Tour
Serena Williams setzt mit einem Sieg im Doppel gleich ein Achtungszeichen. Quelle: Adam Davy/PA Wire/dpa

Zum letzten Mal hatte die Tenniswelt Serena Williams im Spätsommer 2022 bei den US Open in Aktion gesehen. Damals war sie in der dritten Runde gegen Ajla Tomljanovic ausgeschieden. Etwa ein Jahr später wurde sie zum zweiten Mal Mutter. Die Veranstalter in Queens betonten nun, ihre Geschichte im Tennis sei noch nicht beendet. Es gehe bei ihrer Rückkehr nicht nur ums Gewinnen, sondern auch darum zu zeigen, dass Größe bestehen bleibt, selbst wenn sich das Leben verändert.

Den Grund für ihr Comeback erklärte Williams mit einem Augenzwinkern: Sie habe zu Hause nichts Besseres zu tun gehabt und keine Lust mehr gehabt, nur herumzusitzen. Außerdem hätten ihre Kinder Sommerferien – also warum nicht?

Ein offizielles Karriereende hatte Williams nach ihrem Abschied bei den US Open nie ausdrücklich verkündet. Seit Monaten wurde daher über eine Rückkehr spekuliert, besonders nachdem sie im Februar wieder in den internationalen Dopingkontrollpool aufgenommen worden war.

Auch Boris Becker sieht das Comeback positiv. Der Eurosport-Experte sagte, es sei schön zu beobachten, dass die frühere Weltranglistenerste ihre Freude und Leidenschaft für den Sport nicht verloren habe. Zugleich stellte er die Frage in den Raum, ob dies vielleicht der Auftakt für eine Rückkehr im Einzel sein könnte – etwa in Wimbledon oder bei den US Open.

Nächster Halt: Berlin – und vielleicht Wimbledon?

Schon in der kommenden Woche können Fans in Deutschland Serena Williams erleben: Sie soll in Berlin ebenfalls im Doppel antreten. Zudem wird bereits darüber spekuliert, dass sie Ende Juni auch in Wimbledon aufschlagen könnte. Williams selbst wollte sich dazu noch nicht festlegen. Sie nehme derzeit einen Tag nach dem anderen und wolle sich mit ihrer Entscheidung noch Zeit lassen.

Im Queen’s Club steht sie mit Mboko inzwischen im Viertelfinale. Dort warten Laura Siegemund und Leylah Fernandez als Gegnerinnen.

Ob ihre Töchter derweil großen Wert auf weitere Siege legen, scheint fraglich. Nach dem ersten Erfolg fiel deren Reaktion eher nüchtern aus, wie Williams lachend erzählte: Adira habe lieber in ein Spielwarengeschäft gewollt, Olympia habe vor allem wissen wollen, was es zum Abendessen gibt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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