Wirtschaft

Darum setzt Mercedes jetzt auf Tytan-Drohnen

Mercedes arbeitet mit einem Start-up an Drohnenabwehr – und Källenius kündigt einen überraschenden neuen Kurs an.

10.06.2026, 19:28 Uhr

Mercedes-Benz prüft Kooperation mit Drohnenfirma Tytan Technologies

Mercedes-Benz will mit dem Drohnen-Start-up Tytan Technologies zusammenarbeiten. Beide Unternehmen haben dazu am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin eine Absichtserklärung unterzeichnet. Geplant ist vor allem die Entwicklung eines Systems zur Abwehr von Drohnen, bei dem Mercedes die passenden Fahrzeugplattformen liefern soll.

Im Zentrum der möglichen Partnerschaft steht ein Flugabwehrsystem mit dem Namen „Drone Defender“. Als Trägerfahrzeug könnte eine umgerüstete G-Klasse dienen, die als mobile Plattform für ein fahrzeuggestütztes Drohnenabwehr- und Einsatzsystem vorgesehen ist. Zudem könnte ein angepasster Sprinter als Basis für einen mobilen Drohnenträger eingesetzt werden. Die Bundeswehr verwendet bereits ein Fahrzeug auf Grundlage der G-Klasse, den sogenannten „Wolf“. Zu einem möglichen Zeitplan oder zum Umfang denkbarer Investitionen wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius hatte sich zuletzt grundsätzlich offen für einen stärkeren Einstieg des Autobauers in das Rüstungsgeschäft gezeigt. Voraussetzung sei jedoch, dass ein solches Engagement wirtschaftlich sinnvoll sei, sagte er dem Wall Street Journal. Mit Blick auf die geopolitische Lage erklärte Källenius, die Welt sei unsicherer geworden und Europa müsse seine Verteidigungsfähigkeit ausbauen. Sollte Mercedes dabei einen konstruktiven Beitrag leisten können, sei das Unternehmen dazu bereit.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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