Fußball

WM-Nacht irre: Messi und Haaland zaubern

Messi bricht Rekorde, Haaland trifft bei WM-Premiere doppelt, Mbappé glänzt – diese Fußball-Nacht hatte es in sich.

17.06.2026, 05:09 Uhr

Messi startet mit Rekorden und Hattrick in die WM

Lionel Messi hat beim 3:0 von Titelverteidiger Argentinien gegen Algerien gleich mehrfach Geschichte geschrieben. Der Superstar stand als erster Fußballer überhaupt bei einer sechsten Weltmeisterschaft auf dem Platz und stellte mit seinen drei Treffern zudem den WM-Torrekord von Miroslav Klose mit nun 16 Toren ein.

In seinem 200. Länderspiel für die Albiceleste traf Messi in der 17., 60. und 76. Minute. Bis zu seiner Auswechslung in der 78. Minute prägte er die Partie in Kansas City entscheidend. Argentinien gelang damit ein gelungener Turnierauftakt — anders als bei der vergangenen WM in Katar, als es zum Start eine Niederlage gegen Saudi-Arabien gegeben hatte.

Haaland-Doppelpack bei Norwegens erfolgreicher WM-Rückkehr

Erling Haaland hat Norwegen zum ersten WM-Sieg seit 28 Jahren geführt. Die als Geheimfavorit gehandelten Skandinavier setzten sich mit 4:1 gegen den Irak durch, auch dank zweier Tore des Angreifers von Manchester City. Für den krassen Außenseiter aus dem Nahen Osten war es der erste WM-Auftritt seit 40 Jahren und erst die zweite Teilnahme überhaupt.

Vor 63.106 Zuschauern erzielte Haaland in der 29. und 43. Minute die norwegischen Führungstore. Zwischenzeitlich hatte Aymen Hussein in der 39. Minute für den Irak ausgeglichen. Nach der Pause erhöhte der eingewechselte Leo Östigard in der 76. Minute, ehe Hussein in der Nachspielzeit ein Eigentor unterlief. In Gruppe I hatte zuvor bereits Frankreich mit 3:1 gegen Senegal gewonnen — auch dort traf Kylian Mbappé doppelt.

Österreich zittert sich zum Sieg gegen WM-Neuling Jordanien

Österreich ist mit einem hart erkämpften 3:1 gegen Jordanien in seine erste Weltmeisterschaft seit 28 Jahren gestartet. Die Mannschaft des deutschen Teamchefs Ralf Rangnick tat sich in Santa Clara lange schwer und überzeugte spielerisch nur phasenweise.

Romano Schmid brachte die Österreicher in der 20. Minute in Führung. Nach dem Ausgleich durch Ali Olwan (50.) half ein Eigentor von Yazan Al-Arab in der 77. Minute wieder auf die Sprünge. In der Nachspielzeit machte Marko Arnautovic mit einem verwandelten Handelfmeter zum 3:1 alles klar. Für Jordanien war es der erste WM-Auftritt der Verbandsgeschichte.

USA wollen Vozinhas Mutter ein Visum ermöglichen

Die Mutter des kapverdischen Torhüters Vozinha könnte doch noch zur WM in die USA reisen. Nach Angaben eines Sprechers des US-Außenministeriums, über die CNN berichtete, soll ihr ein Visum ausgestellt werden können.

Vozinha hatte nach dem überraschenden 0:0 gegen Spanien berichtet, seine Mutter habe wegen der fehlenden Kaution für das US-Visum nicht anreisen können. Der 40-Jährige zeigte sich nach dem Spiel deshalb emotional und vergoss Tränen. Laut CNN fehlt seiner Mutter derzeit außerdem ein gültiger Reisepass, sie bemüht sich jedoch bereits um neue Dokumente. Kap Verde spielt am Sonntag in Miami gegen Uruguay.

Iranischer Nationalspieler Torabi darf doch weiterspielen

Mehdi Torabi kann die Weltmeisterschaft mit dem Iran nun doch ohne Unterbrechung fortsetzen. Wie der Verband mitteilte, sind die Probleme um sein Visum inzwischen gelöst.

Zunächst war berichtet worden, das Visum des 31-Jährigen sei nach der ersten Einreise zum 2:2 gegen Neuseeland für ungültig erklärt worden. Inzwischen erhielt Torabi aber ein zweites Visum, mit dem er für die weiteren WM-Spiele wieder problemlos in die USA einreisen können soll. Nach Angaben des iranischen Verbands half auch die FIFA bei der Klärung. In der Vorrunde trifft der Iran noch auf Belgien und Ägypten — gespielt wird in Inglewood nahe Los Angeles sowie in Seattle.

Müller kritisiert ausbleibenden Elfmeter für Mbappé scharf

Die Szene um einen nicht gegebenen Strafstoß für Kylian Mbappé beim 3:1 Frankreichs gegen Senegal sorgt weiter für Diskussionen. TV-Experte Thomas Müller zeigte sich nach dem Spiel deutlich verärgert.

Sinngemäß sprach der frühere deutsche Weltmeister von einem klaren Foul und nannte es rätselhaft sowie skandalös, dass Frankreich keinen Elfmeter bekam.

In der 58. Minute war Mbappé nach einer Grätsche von Sadio Mané im Strafraum zu Fall gekommen. Trotz Videobeweis und Bildschirmcheck durch den im Iran geborenen australischen Schiedsrichter Alireza Faghani blieb der Pfiff aus. In den Fernsehbildern war allerdings eine Berührung erkennbar.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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