Fußball

Warum Klose beim Club auf einen Knall hofft

10., 8. – und jetzt der große Sprung? Klose verrät Nürnbergs Ziel nicht und entfacht vor Saisonstart einen knallharten Kampf.

07.08.2026, 13:50 Uhr

Klose hofft zum FCN-Start auf knallharten Konkurrenzkampf

Miroslav Klose geht hochmotiviert in seine dritte Spielzeit als Trainer des 1. FC Nürnberg. Vor dem Auftakt in der 2. Bundesliga am Sonntag um 13.30 Uhr gegen Dynamo Dresden ist die Vorfreude beim Club groß. Im Max-Morlock-Stadion werden rund 42.000 Zuschauer erwartet.

Der Weltmeister von 2014 wünscht sich zum Saisonstart vor allem eines: maximale Intensität im internen Wettbewerb. Auf vielen Positionen soll der Konkurrenzkampf deutlich spürbar sein. Wer sich für ein Spiel einen kleinen Vorteil erarbeitet, soll sofort merken, dass die Mitspieler nachziehen. Klose betonte, dass ihm diese Schärfe im Training bereits gut gefallen habe.

Nach den Tabellenplätzen zehn und acht in den vergangenen beiden Jahren wollen die Nürnberger den nächsten Schritt machen. Ein offizielles Saisonziel nennt der Verein aber weiterhin nicht. Sportvorstand Joti Chatzialexiou hält sich bei Prognosen bewusst zurück. Nach dem schwachen Start der vergangenen Saison mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Ligaspielen und dem frühen Pokal-Aus gegen Illertissen ist beim FCN mehr Vorsicht eingekehrt.

Innerhalb der Mannschaft ist der Anspruch trotzdem klar. Kapitän Jan Reichert und seine Mitspieler wollen nach vorne schauen und sich verbessern. Klose begrüßt es, dass die Mannschaft eigene Ziele formuliert und Verantwortung übernimmt.

Zum Auftakt muss der Trainer in der Defensive allerdings improvisieren. Stjopa Mkrtschjan fällt wegen muskulärer Probleme aus, zudem fehlen Andrea Ceresoli und Mikayil Faye noch wegen Trainingsrückstands. Gerade in der Innenverteidigung steht Nürnberg vor einer besonderen Aufgabe: Nach den Abgängen von Fabio Gruber zu Mainz 05 und Luka Lotschoschwili zum 1. FC Köln ist die Zentrale der Abwehr komplett neu aufgestellt. Fynn Otto vom SC Verl und Alexios Kalogeropoulos von Olympiakos Piräus sollen dort künftig Verantwortung übernehmen.

Ein großer Umbruch ist im Kader insgesamt jedoch ausgeblieben. Mit Spielern wie Adam Markhiev, Julian Justvan und Mohamed Ali Zoma verfügt der FCN weiter über wichtige Stützen aus der vergangenen Saison. Zoma war mit 14 Treffern bester Nürnberger Torschütze, könnte den Verein bei einem entsprechenden Angebot aber noch kurzfristig verlassen.

Klose spürt im Umfeld eine sehr positive Stimmung, weiß aber auch, dass jetzt geliefert werden muss. Nach dem Heimspiel gegen Dresden warten mit dem Franken-Derby bei der SpVgg Greuther Fürth und dem DFB-Pokalspiel bei Viktoria Köln direkt weitere richtungsweisende Aufgaben. Für den FCN gilt deshalb von Beginn an: Die Euphorie soll diesmal nicht nach wenigen Spielen wieder verpuffen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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