Greuther Fürth will mit Rückenwind in die neue Saison starten
Nach dem nervenaufreibenden Klassenerhalt in der Vorsaison geht die SpVgg Greuther Fürth mit Zuversicht in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga. Trainer Heiko Vogel hat das Ziel schon vor dem Start klar benannt: Ein Szenario wie im vergangenen Jahr mit Fast-Abstieg und Rettung in der Relegation soll sich nicht wiederholen.
Vogel erinnerte vor dem Auftakt an das erfolgreiche Ende der vergangenen Saison und sprach von vielen positiven Erinnerungen. Die Mannschaft habe die schwierige Lage gemeinsam gemeistert, worauf er sehr stolz sei. Die großen Sorgen aus dem Frühjahr will der Coach dagegen möglichst schnell abhaken.
Zum Auftakt wartet am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) direkt eine schwere Auswärtsaufgabe beim FC St. Pauli. Für Vogel soll die kommende Saison insgesamt ruhiger und erfolgreicher verlaufen. Nach den Turbulenzen der vergangenen Spielzeit setzt Fürth nun darauf, den größeren personellen Umbruch im Kader bestmöglich zu bewältigen.
Pauli-Spiel auch ein erster Gradmesser
Wie weit das Team nach dem Sommer wirklich ist, will Vogel erst nach dem ersten Spiel seriöser einschätzen. Vor der Reise nach Hamburg erklärte der Fürther Coach, viele Fragen ließen sich besser nach der Partie beantworten. Der Saisonauftakt gegen St. Pauli könnte damit direkt ein erster Hinweis darauf werden, wo das Kleeblatt nach dem XXL-Umbruch steht.
Vogel freut sich auf den Auftakt bei St. Pauli
Dass mit St. Pauli gleich ein Bundesliga-Absteiger der erste Gegner ist, sieht Vogel gelassen. Irgendwo müsse man schließlich anfangen, sagte er. Ob die Hamburger tatsächlich ein besonders harter Auftaktgegner seien, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt kaum sagen, weil noch niemand genau wisse, wo die Teams stehen. Für ihn sei die Partie vielmehr ein attraktiver Start in einem der schönsten Stadien der Liga.
Wiedersehen mit Ex-Kapitän Hrgota
Besondere Brisanz erhält das Duell durch das Wiedersehen mit Branimir Hrgota. Der langjährige Fürther Kapitän war im Sommer zu St. Pauli gewechselt und wurde dort direkt zum stellvertretenden Kapitän ernannt. Vogel berichtete, er habe dem Angreifer zuletzt alles Gute gewünscht – allerdings mit einer kleinen Ausnahme für das direkte Aufeinandertreffen am Sonntag. Dann hoffe Fürth natürlich darauf, dass der Ex-Kapitän weniger Grund zur Freude habe als das Kleeblatt.
Auch Hrgota blickt mit Vorfreude auf das schnelle Wiedersehen. Seine sieben Jahre in Fürth bezeichnete der Schwede als sehr schöne Zeit. Dass es gleich am ersten Spieltag gegen seinen Ex-Club geht, sei zwar irgendwie lustig, zugleich aber auch gut, weil die besondere Partie damit direkt hinter ihm liege.
Neuer Kapitän Klaus sucht den Kontakt
Fürths neuer Kapitän Felix Klaus nahm vor dem Duell ebenfalls schon Kontakt zu seinem Vorgänger auf. Über soziale Medien schickte er Hrgota eine Nachricht, worauf dieser ihm scherzhaft geantwortet haben soll, dass er schon Angst vor ihm habe. Dass Hrgota deshalb am Sonntag einen Gang zurückschaltet, dürfte allerdings kaum zu erwarten sein.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber