Fußball

Trotz Dämpfer: 1860 greift im DFB-Pokal an

Wieder Frust bei 1860 – und trotzdem ist das DFB-Pokal-Ticket fix. Warum sich die Löwen darüber kaum freuen, überrascht.

10.05.2026, 12:39 Uhr

Markus Kauczinski konnte sich über die vorzeitige Qualifikation des TSV 1860 München für den DFB-Pokal nur bedingt freuen. Durch den Regionalliga-Erfolg der Würzburger Kickers ist nämlich auch den Münchnern das Ticket sicher, da die Löwen als Finalist des Toto-Pokals ebenfalls gesetzt sind. Im Endspiel treffen beide Teams direkt aufeinander.

Nach der 1:2-Heimniederlage in der 3. Liga gegen den FC Ingolstadt wollte dieser Umstand den 1860-Coach aber nicht trösten. Kauczinski stellte klar, dass ihn das nicht versöhnlich stimme, weil seine Mannschaft die Qualifikation nicht aus eigener Kraft geschafft habe. Es sei vielmehr der Verdienst der Würzburger gewesen. Die erste Niederlage im Grünwalder Stadion in der Rückrunde saß ihm sichtbar in den Knochen, obwohl es für den TSV in der Tabelle zuletzt kaum noch um etwas ging.

Emotionaler Abschied im Grünwalder Stadion

Mehr als die Freude über den DFB-Pokal beschäftigte Kauczinski nach eigener Aussage die Niederlage. Das Finale im Landespokal bleibt damit das letzte große Ziel einer Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Im Sommer steht zudem ein größerer personeller Umbruch bevor.

Vor dem Spiel gegen Ingolstadt wurden gleich acht Profis verabschiedet. Zu ihnen gehörte auch der verletzte Kapitän Jesper Verlaat. Der Niederländer, bei den Fans besonders beliebt, konnte seine Emotionen dabei nicht verbergen und vergoss Tränen.

Verlaat wird somit nicht mehr dabei sein, wenn 1860 im August erstmals seit 2022 wieder im DFB-Pokal antritt. Damals war Borussia Dortmund im Grünwalder Stadion zu Gast und gewann mit 3:0. Auf die Bedeutung des Wettbewerbs angesprochen, antwortete Kauczinski mit einem Lachen, dass es zunächst einmal um wichtige Einnahmen für den Verein gehe. Natürlich habe der Pokal aber auch sportlich einen hohen Stellenwert. Die Hoffnung sei nun auf einen attraktiven Gegner und ein ausverkauftes Stadion gerichtet.

TSV 1860 München - FC Ingolstadt 04
Musste bei seiner 1860-Verabschiedung weinen: Kapitän Jesper Verlaat (links). Quelle: Helen Fiona/dpa

Würzburg vor wichtigen Wochen

Auch für die Würzburger Kickers gibt es derzeit Grund zur Freude. Mit einem klaren 4:0 gegen die SpVgg Unterhaching sicherte sich das Team Rang zwei in der Regionalliga Bayern hinter der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg. Da Reserveteams nicht im DFB-Pokal starten dürfen, lösten die Unterfranken damit ihr Ticket für den Wettbewerb.

Zusätzlich stehen die Würzburger noch in der Relegation zur 3. Liga. Nürnberg II hatte als Meister der Regionalliga Bayern auf die Teilnahme daran verzichtet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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