Fußball

Torfestival! Freiburg ballert Leipzig nach Europa

Freiburg stürmt wieder nach Europa! Gegen RB fällt früh die Entscheidung – jetzt wartet das größte Spiel der Vereinsgeschichte.

16.05.2026, 17:32 Uhr

Der SC Freiburg hat seine starke Saison mit einem überzeugenden Heimsieg gekrönt und sich damit die Teilnahme am internationalen Geschäft gesichert. Durch das 4:1 (2:1) gegen RB Leipzig am letzten Bundesliga-Spieltag belegen die Breisgauer Rang sieben und stehen in der kommenden Saison mindestens in den Playoffs der Conference League.

Noch größer könnte der Erfolg am Mittwoch werden: Gewinnt Freiburg das Europa-League-Finale gegen Aston Villa, wäre sogar der Sprung in die Champions League perfekt.

Leipzig hatte die Qualifikation für die Königsklasse als Tabellendritter bereits sicher. Mit einem Erfolg im Breisgau hätte RB allerdings den vereinsinternen Punkterekord aus der Bundesliga-Saison 2016/2017 übertreffen können.

Freiburg nutzt seine Chancen eiskalt

Vor 33.600 Zuschauern sorgten Niklas Beste (24.), Igor Matanovic (26.), Matthias Ginter (47.) und Derry Scherhant (75.) für die Freiburger Treffer. Für Leipzig konnte Assan Ouedraogo (33.) zwischenzeitlich nur verkürzen.

Damit reist der SC mit viel Rückenwind zum europäischen Höhepunkt nach Istanbul. Schon jetzt ist die Spielzeit für Freiburg außergewöhnlich erfolgreich, das Endspiel am Mittwoch könnte jedoch zum größten Moment der Vereinsgeschichte werden.

Ouedraogo verkürzt für RB

Zu Beginn machten auf beiden Seiten zwei junge Leistungsträger auf sich aufmerksam. Für Leipzig vergab Yan Diomande früh eine gute Möglichkeit (2.), auf Freiburger Seite prüfte Johan Manzambi die Gäste wenig später ebenfalls erstmals ernsthaft (4.).

Danach legte der Sport-Club einen Doppelschlag hin. Zunächst staubte Beste ab, nachdem Ginter nur die Latte getroffen hatte. Kurz darauf erhöhte Matanovic nach einer Flanke von Manzambi per Kopf auf 2:0.

SC Freiburg - RB Leipzig
Brachte den SC gegen Leipzig in Führung: Niklas Beste. Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa

Leipzig zeigte sich davon aber nur kurz beeindruckt. Ouedraogo brachte die Gäste mit einem sehenswerten flachen Abschluss ins rechte Eck wieder heran. Bis zur Pause bestimmten die Sachsen weite Strecken die Partie, Freiburg rettete den Vorsprung jedoch in die Halbzeit.

Emotionaler Abschied für Höfler

Nach dem Wechsel übernahm zunächst wieder der SC die Kontrolle. Freiburg drängte nach vorne, Leipzig zog sich zurück. Ginter traf aus kurzer Distanz zum 3:1 und bestätigte damit erneut seine starke Form.

Für einen besonders emotionalen Moment sorgte nach gut einer Stunde Nicolas Höfler. Der Routinier, der seine Karriere nach der Saison beendet, wurde in seinem 293. und letzten Bundesliga-Spiel ausgewechselt. Trainerin Julia Schuster nahm ihn an der Seitenlinie in den Arm, von den Rängen gab es lauten Beifall und Sprechchöre.

Die ausgelassene Stimmung im Stadion blieb bis zum Schluss bestehen. Von Leipzig kam offensiv kaum noch etwas. Stattdessen nutzte Scherhant einen Ballverlust von Diomande und stellte mit dem 4:1 endgültig den Endstand her.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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