Die telefonische Meldung über eine mögliche Gewalttat an einer Realschule in Hof hat sich als Täuschung erwiesen. Nach Angaben der Polizei steht inzwischen fest, dass es weder Verletzte noch eine tatsächliche Gewalttat gegeben hat.
Ein bislang unbekannter Anrufer hatte sich am Vormittag bei der Polizei gemeldet und von einem mutmaßlichen Messerangriff mit mehreren Verletzten in der Schule gesprochen. Daraufhin rückten zahlreiche Einsatzkräfte aus und durchsuchten die Realschule sowie das Gymnasium in Hof. Zur Unterstützung waren auch Polizeihubschrauber im Einsatz.
Während des Einsatzes wurden die Schülerinnen und Schüler zunächst in ihren Klassenräumen von Lehrkräften betreut. Gegen Mittag brachten Polizeibeamte sie dann schrittweise aus den Gebäuden. Für besorgte Eltern wurde eine Anlaufstelle eingerichtet, außerdem schaltete die Polizei ein Bürgertelefon. Insgesamt waren nach Polizeiangaben mehr als 1.200 Schülerinnen und Schüler von dem Einsatz betroffen.
Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den unbekannten Anrufer wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat und des Missbrauchs von Notrufen. Nach Polizeiangaben drohen dafür Geld- oder Freiheitsstrafen. Zudem kann auf den Verantwortlichen die Forderung zukommen, die Kosten des Großeinsatzes zu tragen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion