Fußball

Kompany zu Bayern-Comeback: Nur eines zählt jetzt

Kompany aus der Klinik – doch diese Diagnose wirft Fragen auf: Hirnhautreizung. Therapie läuft, Bayern-Rückkehr offen.

29.10.2026, 05:15 Uhr

Der FC Bayern hat nach dem 6:1 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg klargemacht, dass für Vincent Kompany nun zunächst ausschließlich die vollständige Genesung zählt. Der Cheftrainer der Münchner war in der vergangenen Woche zusammengebrochen; als Ursache wurde inzwischen eine Hirnhautreizung festgestellt.

Co-Trainer Aaron Danks, der Kompany derzeit vertritt, betonte nach dem Einzug ins Achtelfinale, dass es für eine Rückkehr des Belgiers keinen festen Termin gebe. Entscheidend sei, dass Kompany inzwischen wieder zuhause bei seiner Familie sei. Man freue sich zwar auf seine Rückkehr, doch er solle sich die Zeit nehmen, die er für seine Erholung brauche.

Danks wird damit auch im Bundesliga-Topspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund an der Seitenlinie stehen. Die Partie in der Allianz Arena beginnt um 18.30 Uhr.

Eberl bestätigt Diagnose

Sportvorstand Max Eberl sprach von einem wichtigen positiven Signal, dass Kompany das Krankenhaus verlassen konnte. Die Diagnose laute Hirnhautreizung, sagte Eberl. Nun wisse man, woran man sei, und könne die Behandlung gezielt fortsetzen.

Zugleich machte auch Eberl deutlich, dass Spekulationen über eine schnelle Rückkehr verfrüht seien. Erst wenige Tage nach dem Vorfall bereits nach einem Comeback zu fragen, sei aus seiner Sicht nicht angebracht.

Fokus liegt auf der vollständigen Genesung

Nach Angaben Eberls erhält Kompany nun die nötige Ruhe, um wieder gesund zu werden. Sobald die Ärzte grünes Licht gäben, werde er sicher schnell wieder an die Säbener Straße zurückkehren wollen. Eberl zeigte sich überzeugt, dass der Bayern-Coach wieder vollständig gesund werde.

Bayern München - 1. FC Magdeburg
Vorerst weiter in der Rolle als Interimschef: Co-Trainer Aaron Danks. Quelle: Tom Weller/dpa

Vor dem Pokalspiel wies der Sportvorstand außerdem Vermutungen zurück, der Zusammenbruch könne mit dem hohen Druck im Profifußball zusammenhängen. Es handle sich um eine Krankheit, die grundsätzlich jeden treffen könne, und nicht um eine Folge der Belastung im Bundesliga-Alltag.

Auch Kimmich erlebt schwierige Tage

Beim FC Bayern ist die Situation derzeit auch abseits des Platzes belastend. Innenverteidiger Jonathan Tah sagte, es wäre gelogen zu behaupten, dass die Erkrankung des Trainers und der Trauerfall im Umfeld von Joshua Kimmich die Mannschaft kaltließen. Am Ende seien alle Beteiligten Menschen.

Kimmich könnte im Spiel gegen Dortmund wieder zum Team stoßen. Eberl sprach von keiner einfachen Phase für den Nationalspieler. Tah hob zugleich hervor, dass die Mannschaft trotz der Ausfälle wichtiger Spieler und des fehlenden Cheftrainers weiterhin starke Leistungen zeige.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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