Fußball

Frust, Stolz, Drama bei den Bayern-Frauen

Bayerns Triple-Traum platzt vor Mega-Kulisse – doch ein Sonderlob überrascht. Und ein VAR-Ärger lässt die Münchnerinnen hadern.

04.05.2026, 05:30 Uhr

Mit einer Mischung aus Stolz und großer Enttäuschung haben die Fußballerinnen des FC Bayern München das Aus im Champions-League-Halbfinale aufgenommen. Nach dem 2:4 beim FC Barcelona war der Frust vor allem wegen einer umstrittenen Szene kurz vor Schluss groß. Ein Treffer von Pernille Harder in der 90. Minute, der das 3:4 bedeutet hätte, wurde nach Videobeweis aberkannt.

DFB-Kapitänin Giulia Gwinn zeigte sich nach der Partie im ZDF tief getroffen. Besonders die Entscheidung von Schiedsrichterin Stéphanie Frappart, das Tor wegen eines vorausgegangenen Fouls nicht zu zählen, sorgte bei den Münchnerinnen für Unverständnis. Gwinn sprach von einer nur schwer nachvollziehbaren Entscheidung und betonte, wie nah sich das Team in dieser Phase dem möglichen Comeback gefühlt habe. Neben dem Stolz über die Leistung überwiege daher im Moment klar der Frust.

Starker Auftritt trotz verpasstem Finaleinzug

Vor rund 60.000 Zuschauern im Camp Nou präsentierte sich Bayern deutlich stärker als noch zu Beginn der Königsklassen-Saison, als man gegen Barcelona mit 1:7 unterlegen war. Diesmal hielten die Münchnerinnen wesentlich besser dagegen. Linda Dallmann und Pernille Harder trafen für den deutschen Meister, dennoch reichte es am Ende nicht für den erstmaligen Einzug ins Finale. Auch der Traum vom Triple ist damit geplatzt. Das Hinspiel in München war zuvor 1:1 ausgegangen.

Gwinn zog trotz des Ausscheidens ein positives Fazit und lobte den Auftritt ihrer Mannschaft. Auch Dallmann meinte, dass es zwar am Ende nicht gereicht habe, die Mannschaft aber das richtige Gesicht gezeigt habe.

Trainer José Barcala, der wegen einer Sperre nicht an der Seitenlinie stehen durfte und die Partie aus einem verglasten Bereich auf der Tribüne verfolgte, spendete seinem Team nach dem Schlusspfiff Beifall. Auch Bayern-Präsident Herbert Hainer zeigte sich anerkennend. Er erklärte, die Mannschaft könne mit erhobenem Haupt nach München zurückkehren. Gegen seiner Ansicht nach beste Mannschaft der Welt habe Bayern ein starkes Spiel gemacht, weitere Sympathien in der Champions League gewonnen und unterstrichen, dass sich der Club zunehmend in der europäischen Spitze festsetze.

Barcelona trifft nun am 23. Mai in Oslo im Finale auf Olympique Lyon. Dort geht es gegen das Team mit der deutschen Nationalspielerin Jule Brand um den Titel.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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