Fußball

Eklat gegen Infantino: Neuseeland sagt klar Nein

Jetzt mischt sich auch der letzte Kontinentalverband ein: Im Machtkampf um Infantino droht der FIFA eine brisante Spaltung.

14.08.2026, 11:03 Uhr

Der neuseeländische Fußballverband hat Gianni Infantino die Unterstützung entzogen und sich damit den Kritikern des FIFA-Präsidenten angeschlossen. Hintergrund ist der gescheiterte Plan des Weltverbandschefs, Rechte an FIFA-Turnieren an private Investoren zu verkaufen. Nach Ansicht des Verbands braucht es nun eine unabhängige Untersuchung, um verlorenes Vertrauen wiederherzustellen. Deshalb werde man Infantinos Bewerbung um eine weitere Amtszeit beim FIFA-Kongress im März 2027 in Rabat nicht länger mittragen.

Damit positioniert sich Neuseeland gegen die Führung des ozeanischen Kontinentalverbands OFC. Dieser hatte nach einer Sitzung seines Exekutivkomitees erklärt, es sei positiv, dass die FIFA das Vorhaben zum Rechteverkauf gestoppt habe.

11 Stimmen aus Ozeanien bei der FIFA-Wahl

Zugleich betonte der OFC, unter der aktuellen FIFA-Spitze habe sich die Entwicklung des Fußballs im vergangenen Jahrzehnt erkennbar verbessert. Der Kontinentalverband forderte den Weltverband jedoch auf, die nötigen Anpassungen vorzunehmen. Infantino steht seit rund zehn Jahren an der Spitze der FIFA.

Aus Ozeanien stammen 11 der 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbände. Die Mehrheit von ihnen dürfte weiterhin dem Lager Infantinos zugerechnet werden. So erklärte etwa der Verband von Neukaledonien, man unterstütze den amtierenden Präsidenten "öffentlich und unmissverständlich". Dessen Handeln und Vision würden die Entwicklung des Weltfußballs sowie mehr Fairness zwischen den Nationen fördern.

Wie positionieren sich die übrigen Kontinentalverbände?

Bereits zu Beginn der Woche hatten die Dachverbände aus Europa (UEFA), Asien (AFC) sowie Nord- und Mittelamerika und der Karibik (Concacaf) in einem offenen Brief erneut einen Neuanfang an der Spitze der FIFA gefordert. Allerdings gibt es innerhalb von AFC und Concacaf auch einzelne Verbände, die Infantino weiterhin den Rücken stärken. Die Verbände aus Afrika (Caf) und Südamerika (Conmebol) stehen derzeit ebenfalls noch hinter dem Amtsinhaber.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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