Union-Frauen starten gegen Bayern mit Rückenwind der Fans
Marie-Louise Eta hofft zum Bundesliga-Auftakt der Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin auf die Unterstützung von den Rängen. Vor dem Duell mit Meister FC Bayern München am Freitag (18.20 Uhr, ZDF und DAZN) betonte die Trainerin, dass ihr Team den Favoriten mit der Hilfe der eigenen Anhänger fordern wolle.
Für die Partie in der Alten Försterei wurden bereits 15.000 Karten verkauft, insgesamt bietet das Stadion Platz für etwas mehr als 22.000 Zuschauer. Eta blickt der Aufgabe gegen den deutschen Meister, DFB-Pokalsieger und Supercup-Gewinner mit großem Respekt entgegen, sieht aber dennoch Chancen für ihr Team.
Die 35-Jährige erklärte, Union wolle Wege finden, die Münchnerinnen vor Probleme zu stellen und mögliche Lücken konsequent zu nutzen. Gleichzeitig erwartet sie, dass ihre Mannschaft vor allem defensiv stark gefordert sein wird. Für Eta ist es die Premiere als Cheftrainerin der Frauen, nachdem sie zuvor kurzzeitig beim Männerteam im Saisonendspurt ausgeholfen hatte.
Union muss mehrere Ausfälle verkraften
Zum Saisonstart fehlen den Berlinerinnen mit Anna Aehling, Hannah Eurlings, Dina Orschmann und Tanja Pawollek gleich mehrere Spielerinnen, die zum Stammpersonal gehören könnten. Noch nicht entschieden ist zudem, wer im Tor beginnen wird: Entweder die bisherige Nummer eins Cara Bösl oder Nadine Böhi. Bösl hatte in der Vorbereitung verletzungsbedingt pausieren müssen.
Fest steht dagegen, dass Lisa Heiseler weiterhin die Kapitänsbinde tragen wird. Die neu zusammengestellte Union-Mannschaft gilt als möglicher Geheimtipp. Sollte Berlin nach der knappen 2:3-Heimniederlage gegen Bayern im April diesmal Zählbares holen, käme das allerdings durchaus überraschend.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber