Fußball

«Bild»: Klopp-Hammer! Red Bull lässt ihn zum DFB

Klopp und Red Bull sollen sich geeinigt haben – rückt der DFB-Coup jetzt näher? So überraschend ist der Bundestrainer-Fahrplan.

19.07.2026, 16:10 Uhr

Kurz vor dem Finale der Weltmeisterschaft ist der Weg für Jürgen Klopp in Richtung DFB deutlich freier geworden. Der 58-Jährige erklärte bei MagentaTV in East Rutherford, dass sein Vertrag mit Red Bull einer möglichen Übernahme des Bundestrainer-Amtes nicht mehr im Weg steht.

„Ich habe eine Einigung und eine Regelung mit Red Bull gefunden, eine sehr, sehr großzügige Regelung, wenn man so will“, sagte Klopp.

Ganz abgeschlossen ist der Wechsel nach seinen Worten aber noch nicht. Mit dem Deutschen Fußball-Bund stehen weitere Gespräche an.

„Es ist nichts final und das ist nun mal so. Es ist ja so, die Gespräche liefen und alles geht in die richtige Richtung“, sagte Klopp.

Vorstellung möglichst in den nächsten Tagen

Nach dpa-Informationen und Berichten von Sky soll Klopp möglichst bereits am Freitag in Frankfurt als neuer Bundestrainer vorgestellt werden, sofern die letzten Vertragsdetails geklärt werden können. Klopp selbst dämpfte den Zeitdruck nur leicht und sagte, dies solle im Idealfall in den nächsten Tagen geschehen.

Zugleich machte er deutlich, dass bis zur endgültigen Einigung noch einige Punkte offen sind. Es müssten noch „viele Gespräche“ geführt werden. Außerdem kritisierte Klopp, dass in den vergangenen Tagen zu viele Details an die Öffentlichkeit gelangt seien. Nicht alle Berichte darüber seien zutreffend gewesen.

Einigung mit DFB in Grundzügen schon erzielt

Bereits bei einem Treffen in New York hatten sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mit Klopp auf wesentliche Eckpunkte eines möglichen Vertrags verständigt. Klopp soll beim DFB die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten und die Nationalmannschaft perspektivisch bis zur WM 2030 führen.

Als offenes Hindernis galt zuletzt noch die notwendige Einigung mit Klopps bisherigem Arbeitgeber Red Bull. Inzwischen ist genau dieser Punkt offenbar gelöst. Nach dem Austausch mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff ist Klopps bis 2029 laufender Vertrag als globaler Fußballchef demnach kein Hinderungsgrund mehr für den Wechsel zum DFB.

Dreiecksverhandlungen offenbar abgeschlossen

Der DFB hatte zuvor deutlich gemacht, dass ein Abschluss der Gespräche vom Einvernehmen mit Red Bull abhängt. Auch ein Treffen der DFB-Spitze mit Mintzlaff in München hatte in diesem Zusammenhang stattgefunden. Mit Klopps nun öffentlich bestätigter Einigung mit Red Bull ist diese Hürde praktisch aus dem Weg geräumt.

Damit bestehen an einem Wechsel nach jetzigem Stand kaum noch ernsthafte Zweifel. Klopp selbst äußerte sich vor dem WM-Endspiel zwischen Argentinien und Spanien jedenfalls deutlich optimistischer als noch in den Tagen zuvor.

Neuer Abschnitt nach großer Klubkarriere

Für Klopp wäre der Posten als Nationaltrainer Neuland. Nach vielen Jahren im Vereinsfußball arbeitet er seit Januar 2025 als Head of Global Soccer für Red Bull.

Zuvor hatte er den FSV Mainz 05 2004 in die Bundesliga geführt. Mit Borussia Dortmund gewann er zweimal die deutsche Meisterschaft (2011, 2012) und einmal den DFB-Pokal (2012). 2015 wechselte er zum FC Liverpool, wo er 2019 die Champions League, 2020 die englische Meisterschaft und 2022 den Pokal gewann.

Am Abend war Klopp zunächst noch als TV-Experte bei MagentaTV im Einsatz – womöglich nur noch wenige Tage, bevor er offiziell als neuer Bundestrainer vorgestellt wird.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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