Überraschender Auktionserfolg mit Nachlass von Brigitte Bardot in Paris
Der Nachlass der französischen Filmlegende Brigitte Bardot hat bei einer Versteigerung in Paris deutlich mehr eingebracht als erwartet. Wie das Auktionshaus Millon mitteilte, erzielten mehr als 280 Stücke aus ihrem persönlichen Besitz am Montag zusammen 953.531 Euro inklusive Gebühren. Sämtliche Lose wurden verkauft.
Die Auktion im Hôtel Drouot zog sich über fast neun Stunden hin. Bereits in den sechs Tagen davor hatten etwa 15.000 Menschen die Ausstellung besucht, um einen Blick auf die privaten Erinnerungsstücke der 2025 verstorbenen Schauspielerin zu werfen.
Alltagsgegenstände und Erinnerungsstücke gefragt
Zum Angebot gehörten Objekte aus Bardots Anwesen La Madrague und La Garrigue in Saint-Tropez sowie aus ihrer Wohnung in Paris. Unter den versteigerten Dingen waren unter anderem eine mechanische Olivetti-Schreibmaschine, auf der sie den zweiten Teil ihrer Memoiren schrieb, außerdem Ballettschuhe von Repetto, Porträts, Kuscheltiere und zahlreiche kleine Gebrauchsgegenstände.
Die Schätzungen lagen im Vorfeld zwischen 20 und 10.000 Euro, wobei der Großteil der Objekte mit weniger als 100 Euro bewertet worden war. Der Erlös kommt der Fondation Brigitte Bardot sowie ihrem einzigen Sohn Nicolas-Jacques Charrier zugute.
Brigitte Bardot war durch Filme wie „Und immer lockt das Weib“ weltweit berühmt geworden. Sie starb am 28. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren. Bereits Mitte der 1970er-Jahre hatte sie sich aus dem Filmgeschäft zurückgezogen und sich fortan dem Tierschutz gewidmet. 1986 rief sie die Fondation Brigitte Bardot ins Leben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber