Politik

Wüst kämpft um das Amt

Wüst als Merz-Nachfolger? NRW-Ministerpräsident bekennt sich zu seinem Amt – doch seine letzte Antwort wirft Fragen auf.

21.09.2026, 22:20 Uhr

Bei der entscheidenden Frage zu seinen politischen Ambitionen bleibt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst weiterhin zurückhaltend. Bei einem "Ständehaus-Treff" der Rheinischen Post in Düsseldorf wurde der 51-jährige CDU-Politiker gefragt, ob er Bundeskanzler werden wolle. Wüst antwortete darauf knapp, dass er Ministerpräsident bleiben möchte. Auf die Nachfrage, ob das dauerhaft gelte, entgegnete er vieldeutig: "So lange es geht."

Auch bei der Frage nach einem möglichen Umgang mit Bundeskanzler Friedrich Merz im anstehenden Landtagswahlkampf wollte sich Wüst nicht festlegen. Ob er Merz ähnlich wie die CDU in Sachsen-Anhalt eher aus dem Wahlkampf heraushalten würde, ließ er offen. Stattdessen verwies er darauf, dass seine schwarz-grüne Landesregierung derzeit stark mit der Regierungsarbeit beschäftigt sei und Wahlkampfstrategien momentan nicht im Vordergrund stünden.

Politik als Möglichkeit, etwas zu bewegen

Ausführlicher sprach Wüst über seine grundsätzliche Motivation für Politik. Er habe politische Arbeit immer gern gemacht, sagte er, weil man damit Dinge zum Positiven verändern könne. Besonders in seiner Zeit als NRW-Verkehrsminister habe er erlebt, wie entscheidend die Person an der Spitze für politische Entwicklungen sein könne.

Der Antrieb, Verantwortung zu übernehmen und etwas für das Land zu erreichen, motiviere ihn bis heute. Zugleich betonte Wüst, wie wichtig engagierte Mitstreiter seien, die ebenfalls die Erfahrung gemacht hätten, dass sich Einsatz und harte Arbeit lohnen. Viele dieser Menschen könnten in anderen Berufen mehr Freizeit haben und womöglich auch mehr verdienen, engagierten sich aber dennoch bewusst in der Politik.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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