Hurrikan „Polo“ vor Mexikos Pazifikküste gebildet
Vor der Pazifikküste im Süden Mexikos hat sich der Hurrikan „Polo“ entwickelt. Nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes dürfte der Sturm in den kommenden Tagen schnell stärker werden und voraussichtlich bereits am Mittwoch die höchste Kategorie fünf erreichen. Zwar deuten die aktuellen Prognosen nicht auf einen direkten Landgang hin, dennoch werden die Auswirkungen als äußerst gefährlich eingestuft.
Das US-Hurrikanzentrum (NHC) in Miami erklärte, dass sich „Polo“ am Montagnachmittag Ortszeit als Hurrikan der Kategorie 1 etwa 305 Kilometer südlich von Zihuatanejo befand. Die anhaltenden Windgeschwindigkeiten lagen demnach bei rund 130 Kilometern pro Stunde.
Nach Einschätzung der Meteorologen wird das Zentrum des Wirbelsturms in den nächsten Tagen in Küstennähe im Südwesten Mexikos bleiben. Das NHC warnt vor heftigen Regenfällen, die insbesondere in bergigen und steilen Regionen lebensgefährliche Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen könnten. Zudem wird mit starkem Wellengang gerechnet.
Atlantik bislang ungewöhnlich ruhig
Die Hurrikansaison im Pazifik startet jedes Jahr am 15. Mai, im Atlantik am 1. Juni; beide enden am 30. November. Im Atlantik hat sich in diesem Jahr bislang noch kein einziger Hurrikan gebildet – ein so später Beginn wurde seit dem Start der Satellitenbeobachtung 1966 nicht mehr verzeichnet.
Als Grund für die ungewöhnlich ruhige Saison im Atlantik nennt die US-Klimabehörde Noaa das starke Klimaphänomen El Niño, das die sonst typischen atmosphärischen Bedingungen erheblich verändert.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber