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EM-Aus! Volleyballerinnen scheitern am Titelverteidiger

Deutschland fordert den Top-Favoriten bis zuletzt – und schnuppert an der Sensation. Warum es am Ende trotzdem nicht reicht.

03.09.2026, 20:33 Uhr

Deutsche Volleyballerinnen verpassen gegen Türkei den EM-Halbfinaleinzug

Die deutschen Volleyballerinnen sind bei der Europameisterschaft im Viertelfinale ausgeschieden. Gegen Gastgeber und Titelverteidiger Türkei verlor die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes in Istanbul mit 1:3 (18:25, 25:22, 18:25, 22:25). Beste Punktesammlerin im Team von Bundestrainer Giulio Bregoli war Lina Alsmeier mit 13 Zählern.

"Absolut starke Teamleistung. Ich denke, wir haben guten Volleyball gezeigt", sagte Kapitänin Camilla Weitzel nach der Partie. "Wir haben aber auch gesehen, dass sie in den entscheidenden Momenten dann noch das Quäntchen besser sind."

Damit setzte sich eine unerfreuliche Serie fort: Deutschland verlor zum siebten Mal nacheinander ein Viertelfinale bei einem internationalen Turnier. Dennoch kann das Abschneiden bei dieser EM als kleiner Erfolg gewertet werden. Erstmals seit 2019 erreichte das Team wieder die Runde der letzten acht Mannschaften. Vor allem der emotionale Achtelfinal-Sieg gegen Belgien war ein Ausrufezeichen. Zur absoluten Weltspitze fehlt aber weiterhin noch etwas.

Starker zweiter Satz der Deutschen

Bereits in der Gruppenphase waren beide Mannschaften aufeinandergetroffen, damals hatte Deutschland ebenfalls mit 1:3 verloren, dabei aber überzeugt. "Den Hexenkessel kennen wir jetzt schon", sagte Lina Alsmeier vor dem erneuten Duell mit Blick auf die Atmosphäre im Sinan Erdem Dome. Trotz der Erfahrung aus dem ersten Spiel ging die DVV-Auswahl erneut als klarer Außenseiter in die Begegnung. Aus den vergangenen 16 Pflichtspielen gegen die Türkei hatte Deutschland zuvor nur eines gewonnen.

Bregoli vertraute derselben Anfangsformation, die im Achtelfinale Belgien nach fünf Sätzen niedergerungen hatte. Vor mehr als 16.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zeigte die Türkei jedoch sofort ihre Klasse. Vor allem Melissa Vargas sorgte mit einem Block, einem wuchtigen Angriff und zwei Assen nahezu im Alleingang für eine schnelle 5:1-Führung.

Deutschland ließ sich davon aber nicht entmutigen. Wie schon gegen Belgien kämpfte sich das Team wieder heran, unter anderem durch einen Punkt von Alsmeier zum 8:10. Im ersten Satz blieb Vargas allerdings die dominante Spielerin und sammelte allein acht Punkte, darunter vier direkte Aufschlagpunkte.

Vargas entscheidet die Schlüsselmomente

Im zweiten Durchgang erwischte Deutschland den deutlich besseren Start. Ein starker Block von Anastasia Cekulaev und ein Punkt von Nachwuchshoffnung Leana Grozer brachten früh ein 6:1. Auch die eingewechselte Lena Kindermann setzte auf der Diagonalposition wichtige Akzente. Als Grozer Vargas zum 15:10 blockte, war die deutsche Mannschaft klar im Vorteil. Zwar wurde es in der Schlussphase noch einmal eng, doch Deutschland brachte den Satzausgleich zum 1:1 ins Ziel.

Im dritten Satz fand die Türkei defensiv wieder deutlich besser ins Spiel und setzte sich früh etwas ab. Auf deutscher Seite schlichen sich zu viele Fehler ein, was den Favoriten zusätzlich in die Karten spielte. Dennoch hielt die DVV-Auswahl auch im vierten Satz lange mit. Hanna Orthmann verkürzte per Ass auf 12:13, später stand es 16:16. In dieser entscheidenden Phase übernahm erneut Vargas die Verantwortung und machte mit drei Punkten in Serie den Weg für den türkischen Erfolg frei.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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