Fußball

1860 München: Nach Vilzing-Pleite wächst der Druck

Pokal-Aus verdaut? Für 1860 bleibt keine Zeit: Jetzt zählt nur die Liga – und ein Patzer könnte im Aufstiegsrennen richtig weh tun.

03.09.2026, 16:22 Uhr

1860 vor wichtigem Liga-Duell in Vilzing – Ismaik erhebt schwere Vorwürfe

Nur drei Tage nach dem enttäuschenden Aus im Achtelfinale des Landespokals gegen Regionalliga-Primus TSV Buchbach wartet auf den TSV 1860 München bereits die nächste schwere Aufgabe. Am Freitagabend um 19.00 Uhr treten die Münchner beim Tabellen­dritten DJK Vilzing an. Mit einem Erfolg will das Team von Trainer Alper Kayabunar den Anschluss an die Spitzengruppe wahren.

Kayabunar machte vor der Partie deutlich, dass nach der Pokal-Enttäuschung keine Zeit zum Hadern bleibt. Die Mannschaft stehe vor einer fordernden Woche, nun gelte die volle Aufmerksamkeit wieder dem Ligabetrieb, betonte der Coach auf der Pressekonferenz.

Erstes Duell in Vilzing vor ausverkauftem Stadion

Den kommenden Gegner schätzt der 1860-Trainer als erfahrenes Regionalliga-Team ein. Vor allem in der Offensive sei Vilzing brandgefährlich, zugleich biete die Mannschaft aber auch Räume für Gegentreffer. In der Tabelle liegt die DJK aktuell drei Punkte vor den "Löwen", die allerdings eine Partie weniger absolviert haben.

Für die Gastgeber ist das Heimspiel gegen 1860 ein besonderes Ereignis: Erstmals empfangen sie die Münchner in Vilzing. Das Manfred-Zollner-Stadion ist seit Wochen restlos ausverkauft, 2.500 Zuschauer werden erwartet.

Investor Ismaik kündigt Konsequenzen an

Abseits des Sportlichen sorgt weiter das eröffnete Insolvenzverfahren über die TSV München von 1860 KGaA für Aufsehen. Investor Hasan Ismaik meldete sich nun öffentlich zu Wort und äußerte deutliche Kritik an den Verantwortlichen des Vereins.

Nach seiner Einschätzung sei die Insolvenz pflichtwidrig verursacht worden, sagte der 49-Jährige der Süddeutschen Zeitung. Zugleich sprach der Jordanier von einer über Jahre verfolgten Strategie, die seinen Interessen geschadet habe. Ismaik kündigte an, die Vorgänge nicht folgenlos hinzunehmen und stellte rechtliche Schritte in Aussicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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