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0:49 Uhr! Zverevs Nachtkrimi endet mit Achtelfinal-Ticket

Djokovic und Sinner raus, Alcaraz fehlt: Für Zverev geht plötzlich alles. Nutzt er jetzt die Mega-Chance auf den Paris-Titel?

30.05.2026, 00:51 Uhr

Zverev erreicht trotz Druck souverän das Achtelfinale in Paris

Alexander Zverev hat bei den French Open dem hohen Erwartungsdruck standgehalten und das Achtelfinale erreicht. Der Hamburger gewann in der dritten Runde gegen den Franzosen Quentin Halys mit 6:4, 6:3, 5:7, 6:2 und steht damit zum neunten Mal nacheinander unter den letzten 16 in Roland Garros. Erst nach einer langen Nacht trat er nach dem Match vor die Presse.

Mit Blick auf seine Leistung zeigte sich Zverev zufrieden. „Ich bin sehr glücklich mit dem Niveau am Ende und dass ich es um ein Uhr beenden konnte und nicht um drei Uhr“, sagte er. Trotz eines „kleinen Durchhängers“ habe er sich gut gefühlt. Sein Anspruch bleibt hoch: Er wolle sich die Chance geben, „hier alle Matches zu gewinnen“.

Zverev will von der Favoritenrolle nichts wissen

Auch auf wiederholte Nachfragen zu seiner nun deutlich gewachsenen Titelchance ließ sich Zverev nicht ein. „Ich weiß nicht, wie oft ich das jetzt noch sagen soll. Ich spiele gegen Frenkie de Jong – und der Rest interessiert mich nicht“, sagte der deutsche Tennisstar. Dabei verwechselte er den Vornamen seines nächsten Gegners Jesper de Jong offenbar mit dem des niederländischen Fußballprofis.

Zverev machte klar, dass er sich trotz der veränderten Lage im Turnier nur auf die kommenden Aufgaben konzentrieren will. „Ich muss mich auf das konzentrieren, was ich beeinflussen kann – und das sind meine Matches“, betonte er.

Tür zum Titel weit offen

Für Zverev hat sich das Feld in Paris inzwischen deutlich geöffnet. Nachdem am Freitag auch Novak Djokovic überraschend ausschied, gilt der Deutsche als heißester Anwärter auf den Titel. Der 39 Jahre alte Serbe verspielte gegen den erst 19-jährigen Brasilianer João Fonseca eine 2:0-Satzführung und verlor noch mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 5:7.

Bereits tags zuvor war Jannik Sinner aus dem Wettbewerb ausgeschieden, nachdem der Weltranglistenerste in Runde zwei körperlich eingebrochen war. Carlos Alcaraz, der spanische Titelverteidiger, fehlt verletzungsbedingt komplett.

Damit ist Zverev aus den Top fünf der Weltrangliste als Einziger noch im Turnier. Die Aussicht auf den lange ersehnten ersten Grand-Slam-Titel war für ihn kaum je besser.

Achtelfinalgegner ist ein Lucky Loser

Im Achtelfinale wartet nun der Niederländer Jesper de Jong. Dieser war in der Qualifikation eigentlich schon gescheitert, rückte aber als Lucky Loser doch noch ins Hauptfeld und überzeugte dort bislang mit starken Leistungen.

Halys zunächst ohne große Wirkung

Vor der Partie hatte Zverev besonders den Aufschlag seines Gegners als gefährliche Waffe bezeichnet. Zu Beginn war davon allerdings wenig zu merken. Der Deutsche nahm Halys im ersten Satz gleich zweimal den Service ab und sorgte so auch dafür, dass die sonst so lautstarken französischen Fans auf dem Court Philippe Chatrier zunächst kaum Einfluss auf das Match nahmen.

Plötzlich Party auf den Rängen

Erst als Zverev etwas nachließ und Halys kurz vor Mitternacht den dritten Durchgang für sich entschied, kam Leben auf die Ränge. Das Publikum startete eine La Ola, und die Atmosphäre wurde deutlich intensiver. Bei Eurosport sagte Boris Becker, Halys habe die Stimmung auf dem Platz sichtlich genossen: „Ab Mitte des dritten Satzes war er der bessere Spieler, der aktivere Spieler.“

Der erste Satzverlust des Deutschen im laufenden Turnier wirkte jedoch wie ein Weckruf. Beim Break zum 2:0 im vierten Satz ballte Zverev demonstrativ die Faust und übernahm wieder klar die Kontrolle. Schließlich nutzte er seinen dritten Matchball und machte den Einzug ins Achtelfinale perfekt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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