Fußball

75 Euro fürs WM-Kindertrikot? Union attackiert Adidas

WM-Fieber ja, Trikot nein? Warum Fans für den Look der DFB-Elf überraschend tief in die Tasche greifen müssen.

30.05.2026, 00:01 Uhr

Union drängt Adidas zu günstigeren Kindertrikots

Knapp zwei Wochen vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft wächst der Druck auf Adidas, die Preise für Trikots für Kinder zu senken. Stephan Mayer, sportpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, kritisierte gegenüber der Rheinischen Post, dass 75 Euro für ein Kindertrikot für viele Familien kaum bezahlbar seien. Er wünsche sich deshalb, dass der Hersteller bei diesen Produkten deutlich niedrigere Preise ermögliche.

Zwar könne die Politik die Preisgestaltung nicht direkt beeinflussen, betonte der CSU-Politiker. Wenn Kinder sich mit der Nationalmannschaft identifizieren sollen, gehöre für viele auch das passende Trikot dazu.

Auch Jens Lehmann, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses im Bundestag, verwies auf die anhaltend hohe Nachfrage. Solange die Trikots trotz der Preise stark gefragt seien, dürfte es aus Sicht des CDU-Politikers kaum Bewegung bei den Herstellern geben. Letztlich müssten jedoch der DFB und Adidas selbst darauf achten, ihre Anhänger nicht mit einer überzogenen Preispolitik zu vergraulen.

Letzte WM-Trikots von Adidas vor dem Ausrüsterwechsel

Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni. Für die deutsche Nationalmannschaft sind es vorerst die letzten WM-Trikots von Adidas. Nach mehr als 70 Jahren läuft der Vertrag zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und dem Unternehmen aus Herzogenaurach aus. Ab 2027 wird Nike die DFB-Auswahl ausstatten.

Mit Blick auf den Turnierort hat Adidas die Heim- und Auswärtstrikots der WM 1994, die ebenfalls in den USA stattfand, neu herausgebracht. Darüber hinaus kehren nach Unternehmensangaben weitere Trikots zurück, die an frühere Erfolge der deutschen Mannschaft erinnern.

Der Preis für ein Kindertrikot liegt bei Adidas derzeit bei mindestens 75 Euro. Erwachsene zahlen für die Fanartikel mindestens 100 Euro.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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