Baden-Württemberg

Drama auf Bodensee: Kinder ohne Weste, Polizei greift ein

Zwei Schlauchboote treiben weit draußen auf dem Bodensee – ein Notruf geht ein. Was Polizisten an Bord entdecken, ist heikel.

30.05.2026, 00:47 Uhr

Kinder ohne Schwimmwesten weit auf den Bodensee hinausgepaddelt

Mehrere Erwachsene sind mit zwei Schlauchbooten und insgesamt sieben Kindern ohne Schwimmwesten mehrere hundert Meter auf den Bodensee hinausgefahren. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei konnten die Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren allesamt nicht schwimmen. Im Fall eines Sturzes ins Wasser wäre die Situation lebensgefährlich gewesen.

Ein aufmerksamer Beobachter bemerkte die Boote am Freitagnachmittag vom Ufer aus und verständigte die Polizei. Die beiden Schlauchboote befanden sich demnach bei Langenargen im Bodenseekreis etwa 800 Meter vom Ufer entfernt. In diesem Bereich sind laut Polizei auch größere Schiffe unterwegs, deren Wellengang zusätzlich gefährlich werden kann.

Polizei bringt Kinder sicher zurück

Polizeikräfte stoppten die Boote, in denen sich neben den Kindern auch drei Erwachsene befanden. Die Beamten brachten die Kinder sowie eines der Schlauchboote sicher zurück ans Ufer. Die Erwachsenen ruderten anschließend selbst zurück. Verletzt wurde niemand.

Wie die Polizei weiter mitteilte, befand sich in keinem der Boote eine Schwimmweste. Nach der Bodenseeschifffahrtsordnung muss jedoch ab einer Entfernung von 300 Metern vom Ufer auf jedem Boot — auch ohne Motor — für jede Person an Bord eine Schwimmweste mitgeführt werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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